Abhaya Paritta – die Rezitation zur Befreiung von Angst
Paritta (Schutzrezitationen)

Abhaya Paritta – die Rezitation zur Befreiung von Angst

Abhayaparittaṃ

Eine kurze Rezitation nach einem schlechten Traum oder einem beunruhigenden Zeichen, mit der Bitte, dass sich die Unruhe durch die Kraft der Drei Juwelen auflösen möge.

Anlass der Rezitation

Sie wird gewöhnlich nach dem Erwachen aus einem schlechten Traum rezitiert oder nach etwas, das man als böses Omen ansieht. Manche Tempel fügen sie bei Segenszeremonien am Ende der Paritta-Reihe an.

Rezitieren Sie die drei Verse – die Kraft des Buddha, des Dhamma, des Saṅgha – und legen Sie sich dann einfach wieder schlafen oder gehen Sie wieder an Ihre Arbeit. Weitere Rituale sind nicht nötig.

Wenn schlechte Träume so häufig sind, dass sie Ihren Schlaf oder Ihren Alltag beeinträchtigen, kann das Rezitieren den Geist ein wenig beruhigen; es lohnt sich aber, zusätzlich mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer anderen Fachperson zu sprechen.

Hintergrund

Diese Rezitation ist keine Passage aus dem Tipiṭaka. Sie ist eine spätere Dichtung aus der thailändischen und sri-lankischen Rezitationstradition; hinter ihrem Wortlaut steht also kein ursprünglicher Sutta-Text.

Sie nennt die Dinge, die ältere Kulturen als böse Omen deuteten – ein Vogel, der zur falschen Stunde ruft, ein unheilvoller Planet, ein unangenehmer Traum –, und bittet darum, dass sie durch die Kraft der Drei Juwelen ihre Macht verlieren. Nüchtern betrachtet löst sich dabei die eigene Furcht der Rezitierenden auf, nicht das äußere Ereignis.

Der Gedanke dahinter entspricht dem Dhajagga-Sutta, in dem der Buddha sagt, man solle sich, wenn Angst aufkommt, den Buddha, den Dhamma und den Saṅgha vergegenwärtigen; dann werde die Angst nachlassen.

Pāli

  1. Yandunnimittaṃ avamaṅgalañca Welches böse Omen es auch geben mag, was auch immer als unglücklich gilt,
  2. Yo cāmanāpo sakuṇassa saddo welcher Vogelruf auch immer unangenehm zu hören ist,
  3. Pāpaggaho dussupinaṃ akantaṃ welcher Unglücksstern, welcher unerwünschte schlechte Traum auch immer –
  4. Buddhānubhāvena vināsamentu mögen sie alle durch die Kraft des Buddha zunichtewerden.
  5. Yandunnimittaṃ avamaṅgalañca Welches böse Omen es auch geben mag, was auch immer als unglücklich gilt,
  6. Yo cāmanāpo sakuṇassa saddo welcher Vogelruf auch immer unangenehm zu hören ist,
  7. Pāpaggaho dussupinaṃ akantaṃ welcher Unglücksstern, welcher unerwünschte schlechte Traum auch immer –
  8. Dhammānubhāvena vināsamentu mögen sie alle durch die Kraft des Dhamma zunichtewerden.
  9. Yandunnimittaṃ avamaṅgalañca Welches böse Omen es auch geben mag, was auch immer als unglücklich gilt,
  10. Yo cāmanāpo sakuṇassa saddo welcher Vogelruf auch immer unangenehm zu hören ist,
  11. Pāpaggaho dussupinaṃ akantaṃ welcher Unglücksstern, welcher unerwünschte schlechte Traum auch immer –
  12. Saṅghānubhāvena vināsamentu mögen sie alle durch die Kraft des Saṅgha zunichtewerden.

Weitere Rezitationen

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