Dakkhiṇāvisuddhi Kathā: Wird eine Gabe durch den Gebenden geläutert oder auch durch den Empfangenden?
DakkhiṇāvisuddhikathāEine Gruppe von Debatten am Ende des 17. Kapitels des Kathāvatthu fragt, ob der Saṅgha wirklich Gaben empfängt…
Dakkhiṇāvibhaṅgasuttaṃ
Mahāpajāpatī möchte dem Buddha ein Tuch geben, das sie selbst gewebt hat, doch er schlägt vor, es dem Saṅgha zu geben – und erläutert dann vierzehn Arten persönlicher Gaben, sieben Gaben an den Saṅgha und vier Weisen, wie eine Gabe gereinigt wird.
Im Dakkhiṇāvibhaṅga Sutta des Majjhima Nikāya bringt Mahāpajāpatī Gotamī ein neues Paar Tücher, das sie selbst gesponnen und gewebt hat, um es dem Buddha darzubringen. Er sagt ihr, sie solle es dem Saṅgha geben, denn wenn sie dem Saṅgha gibt, werden sowohl er als auch der Saṅgha geehrt.
Ānanda bittet ihn, die Gabe anzunehmen, denn sie ist seine Tante, die ihn aufgezogen und genährt hat. Der Buddha stimmt zu, dass sie ihm sehr geholfen hat, sagt aber, dass auch er ihr sehr geholfen hat: Durch ihn hat sie Zuflucht zu den Drei Juwelen genommen, hält die Tugendregeln ein und hat keinen Zweifel an den edlen Wahrheiten.
Dann erläutert er Gaben an vierzehn Arten von Menschen, vom Buddha bis hinab zu den Tieren, legt sieben Arten von Gaben an den Saṅgha dar und sagt, dass eine persönliche Gabe niemals fruchtbarer ist als eine, die dem Saṅgha gegeben wird. Zum Schluss beschreibt er vier Weisen, wie eine Gabe gereinigt wird.
Der Buddha sagt Mahāpajāpatī, sie solle das Tuch dem Saṅgha geben, da er selbst zum Saṅgha gehört. Wer dem Ganzen gibt, lässt den geliebten Menschen nicht aus; er schließt alle ein.
Wenn Sie einen Tempel oder eine Organisation unterstützen möchten, erwägen Sie, in den gemeinsamen Topf zu geben, den alle nutzen, statt einem bestimmten Freund.
Sie hat den Buddha von klein auf großgezogen, und er hat ihr im Gegenzug eine Zuflucht für den Geist gegeben. Er sagt: Jemandem zu helfen, Zuflucht zu nehmen und die Tugendregeln zu halten, ist eine Güte, die sich nicht leicht mit Verneigungen oder materiellen Gaben vergelten lässt.
Helfen Sie Ihren Eltern oder Wohltätern, Glück im Geist zu finden – zum Beispiel, indem Sie sie mitnehmen, um den Dhamma zu hören. Das ist eine tiefere Vergeltung als Geld.
Er ordnet die Empfänger vom Buddha, einem Paccekabuddha und jeder Stufe der Edlen bis hin zu einem Außenstehenden, der frei von sinnlicher Begierde ist, einem tugendhaften gewöhnlichen Menschen, einem untugendhaften gewöhnlichen Menschen und einem Tier. Selbst von einer Gabe an ein Tier darf man eine hundertfache Vergeltung erwarten; an einen untugendhaften gewöhnlichen Menschen eine tausendfache; an einen tugendhaften gewöhnlichen Menschen eine hunderttausendfache.
Streunende Tiere zu füttern oder Menschen zu helfen, die alles andere als vollkommen sind, ist trotzdem Geben; Sie müssen nicht auf einen vollkommenen Empfänger warten.
Er beschreibt sieben Arten von Gaben an den Saṅgha, etwa eine Gabe an beide Saṅghas mit dem Buddha an der Spitze oder die Bitte an den Saṅgha, Mönche zum Empfang zu bestimmen. Er sagt, dass selbst in der Zukunft, wenn es untugendhafte Mönche gibt, eine dem Saṅgha gewidmete Gabe unermesslich ist, weil der Geist des Gebenden auf den Saṅgha gerichtet ist, nicht auf den Einzelnen.
Wenn Sie Verdienst schaffen, widmen Sie es der Gemeinschaft oder der Lehre, statt nach persönlicher Vorliebe auszuwählen.
Manche Gaben werden vom Gebenden gereinigt, nicht aber vom Empfangenden; manche vom Empfangenden, nicht aber vom Gebenden; manche von keinem von beiden; manche von beiden. Ein tugendhafter Gebender, der gibt, was rechtmäßig erworben wurde, mit vertrauensvollem Geist und Vertrauen in die Frucht des Handelns, reinigt die Gabe von seiner Seite aus.
Was Sie in der Hand haben, ist die Seite des Gebenden: Ihre eigene Tugend, die Redlichkeit Ihres Vermögens und Ihre Zuversicht beim Geben.
Diese Lehrrede lehrt nicht, Verdienst wie eine Geldanlage zu berechnen. Ihr Kern ist, dass sich das Geben in seiner Qualität unterscheidet – je nach dem Geist des Gebenden und der Tugend des Empfangenden –, und dass eine Gabe an die Gemeinschaft mehr wert ist als eine Gabe an einen bevorzugten Einzelnen.
Die Episode mit Mahāpajāpatī enthält ein vielsagendes Detail: Der Buddha weist die Liebe seiner Ziehmutter nicht zurück, sondern lädt diese Liebe ein, sich auf den ganzen Saṅgha auszudehnen.
Geben Sie im Rahmen Ihrer Möglichkeiten, ohne sich selbst oder Ihrer Familie Not zu bereiten. Die Früchte des Gebens, die die Lehrrede beschreibt, sind kein finanzielles Versprechen.
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