Jemandem Essen aufdrängen, um ihn zu ertappen: Freundlichkeit mit einer Falle
Jānaṃ āsādanāpekkhoEin Mönch, der von seinem Gefährten ermahnt worden war, hegte Groll. Eines Tages drängte er diesem Gefährten E…
Devadahasuttaṃ
Sich selbst zu quälen, um früheres Kamma zu verbrennen, beendet das Leiden nicht. Fruchtbares Streben heißt, sich nicht mit Schmerz zu überhäufen, rechtmäßiges Glück nicht aufzugeben und sich nur dort anzustrengen, wo Anstrengung nötig ist – wie ein Pfeilmacher, der einen Pfeil gerade richtet.
Im Devadaha Sutta des Majjhima Nikāya erörtert der Buddha die Ansicht der Nigaṇṭhas, alles Angenehme und Schmerzhafte, das man fühlt, beruhe auf früherem Kamma; wenn man also früheres Kamma durch Askese verbrenne und kein neues Kamma schaffe, werde das Leiden enden.
Er fragt die Nigaṇṭhas, ob sie wissen, dass sie früher existiert haben, welche üblen Taten sie begangen haben, wie viel Leiden schon aufgebraucht ist und wie viel noch bleibt. Sie sagen, sie wüssten es nicht. Dem stellt er einen Mann gegenüber, der von einem vergifteten Pfeil getroffen wurde: Er weiß, dass der Wundarzt die Wunde aufgeschnitten, den Pfeil herausgezogen hat und dass er geheilt ist. Außerdem weist er darauf hin, dass die Nigaṇṭhas Schmerz fühlen, wenn sie sich quälen, und keinen, wenn sie damit aufhören.
Dann zeigt er, was fruchtbares Streben ist, mit den Gleichnissen von einem Mann, der in eine Frau verliebt ist, und von einem Pfeilmacher, der einen Pfeil gerade richtet.
Die Ansicht, alles Angenehme und Schmerzhafte stamme aus früherem Kamma, lässt den Menschen keine Möglichkeit, in der Gegenwart zu handeln, und führt zur Selbstquälerei, um „Kamma abzubezahlen“. Der Buddha weist darauf hin, dass diejenigen, die diese Ansicht vertreten, keinen Beleg haben, den sie selbst erkennen könnten.
Wenn Sie vor einem Problem stehen, bleiben Sie nicht bei „Das muss früheres Kamma sein“ stehen. Suchen Sie weiter nach gegenwärtigen Ursachen, an denen Sie arbeiten können.
Ein Mönch, der richtig übt, häuft kein Leiden auf sich, wenn er nicht ohnehin davon überwältigt ist, gibt das Glück nicht auf, das im Einklang mit dem Dhamma entsteht, und ist doch nicht von diesem Glück betört.
Ruhen Sie sich aus, essen Sie gut, verbringen Sie Zeit mit Ihren Lieben – hängen Sie nur nicht so sehr daran, dass Sie Ihre Pflichten und Ihre Selbstschulung aufgeben.
Ein Mann, der tief in eine Frau verliebt ist, sieht sie mit einem anderen Mann lachen und plaudern und ist von Kummer erfüllt. Später sieht er, dass dieses Leiden aus seinem Begehren nach ihr kommt, und gibt dieses Begehren auf. Als er sie wieder mit einem anderen Mann sieht, leidet er nicht. Fruchtbares Streben heißt, die Ursache des Leidens aufzugeben, nicht sich selbst zu quälen.
Wenn jemand Sie immer wieder verletzt, schauen Sie, welche Erwartungen Sie an ihn geknüpft haben. Der Schmerz kann nachlassen, wenn sich diese Bindung lockert.
Ein Pfeilmacher erhitzt einen Pfeilschaft zwischen zwei Feuerbränden, um ihn gerade zu richten; ist er gerade, erhitzt er ihn nicht mehr. Der Übende weiß, dass manche Quellen des Leidens durch entschlossenes Streben schwinden und manche durch Gleichmut, und strebt nur dort, wo Streben nötig ist.
Ist eine Gewohnheit einmal gefestigt, müssen Sie sich nicht weiter streng überwachen. Verlagern Sie Ihre Anstrengung auf das, was noch krumm ist.
Der Buddha sagt, diese Art des Strebens trägt Frucht, denn die Übenden können selbst sehen, dass das Leiden abnimmt, wenn seine Ursachen aufgegeben werden – anders als bei der Selbstquälerei, bei der niemand weiß, wie viel Leiden schon aufgebraucht ist.
Messen Sie Ihre Übung an sichtbaren Ergebnissen, etwa daran, dass Sie kürzer zornig bleiben, nicht daran, wie viel Härte Sie ertragen können.
Viele Menschen meinen, gute Übung müsse wehtun, man müsse sich so hart wie möglich antreiben. Diese Lehrrede sagt, dass es kein Ausweg aus dem Leiden ist, Leiden auf sich selbst zu häufen, und dass rechtmäßiges Glück nicht aufgegeben werden muss.
Rechtes Streben heißt, an der Stelle zu arbeiten, die noch krumm ist – wie ein Pfeilmacher, der einen Pfeil erhitzt, bis er gerade ist, und dann aufhört, ihn zu erhitzen –, statt immer weiter zu erhitzen, ohne das Ergebnis zu prüfen.
Diese Seite leugnet das Kamma nicht; der Buddhismus lehrt weiterhin, dass Handlungen Folgen haben. Er lehrt aber nicht, dass jedes Gefühl aus früherem Kamma stammt. Siehe „Die Sīvaka-Lehrrede: Nicht alles beruht auf früherem Kamma“, wo viele Ursachen von Gefühlen aufgezählt werden.
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