Das Kapitel über den Beschimpfer: Die Gefahren von Beschimpfung, Streit und Ungeduld
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Sampayuttapaccayo
Die Verbundenheitsbedingung betrifft geistige Zustände, die so eng miteinander verbunden sind, dass man sie nicht trennen kann. Die Getrenntheitsbedingung betrifft Materie und Geistiges, die sich nicht vermischen und doch einander Bedingung sind. Mit diesem Paar spricht der Text über Körper und Geist.
Im Paṭṭhāna des Abhidhamma Piṭaka hat die Verbundenheitsbedingung (sampayutta) eine der kürzesten Definitionen überhaupt: Die vier nichtmateriellen Aggregate sind einander durch Verbundenheit Bedingung. Die Getrenntheitsbedingung (vippayutta) ist nicht länger: Materielle Zustände sind durch Getrenntheit eine Bedingung für nichtmaterielle Zustände, und nichtmaterielle Zustände sind durch Getrenntheit eine Bedingung für materielle Zustände.
Im Text bedeutet „verbunden“ so zusammengefügt, dass sie dasselbe Objekt haben, gemeinsam entstehen und gemeinsam aufhören. In der heilsamen Triade gibt es ein Kapitel namens Kapitel der Verbundenheit, das den Satz darlegt: „Ein heilsamer Zustand, verbunden mit einem heilsamen Zustand, entsteht aufgrund der Wurzelbedingung“; davor steht das Kapitel der Vermischung, das die Worte „vermischt mit“ verwendet. Die beiden Kapitel sind sich inhaltlich so nahe, dass der Text selbst den Leser auffordert, sie zu vergleichen.
Die Getrenntheit ist die Bedingung, die am unmittelbarsten von Körper und Geist spricht. Im Fragenkapitel unterscheidet der Text bis zu drei Arten: Mitentstehen, Vorentstehen und Nachentstehen. So sind zum Beispiel die Aggregate durch Mitentstehen eine Bedingung für die vom Geist hervorgebrachte Materie; die Herzgrundlage ist durch Vorentstehen eine Bedingung für die Aggregate; und Aggregate, die später entstehen, sind durch Nachentstehen eine Bedingung für diesen Körper, der früher entstanden ist.
Dieser Punkt dient dem Gesamtverständnis. Die modernen Beispiele hier sind nur Veranschaulichungen; sie stammen nicht aus dem Text.
Die Analyse der Bedingungen sagt in einem einzigen Satz, dass die vier nichtmateriellen Aggregate einander durch Verbundenheit Bedingung sind. Der Punkt ist, dass nur nichtmaterielle Zustände miteinander verbunden sein können; Materie ist hier nicht eingeschlossen.
Wenn Sie den Geist untersuchen, schauen Sie auf das Bündel – welches Gefühl, welche Erinnerung und welches Denken gerade zusammengekommen sind –, statt eines allein herauszugreifen.
Derselbe Wortlaut wird für die Gegenseitigkeitsbedingung, die Vorhandenseinsbedingung und die Nicht-Verschwindensbedingung verwendet. So zeigt der Text, dass Gefühl, Wahrnehmung, Gestaltungen und Bewusstsein in mehreren Aspekten zugleich miteinander in Beziehung stehen; die Verbundenheit betont den Aspekt des Zusammengefügtseins.
Erwarten Sie nicht, einen Gedanken zu ändern, ohne das Gefühl zu berühren. Sie kommen immer zusammen.
Die heilsame Triade hat ein Kapitel namens Kapitel der Vermischung, das darlegt: „Ein heilsamer Zustand, vermischt mit einem heilsamen Zustand, entsteht aufgrund der Wurzelbedingung“, und dies auf der Ebene der Aggregate erklärt: Drei Aggregate entstehen vermischt mit einem Aggregat. Das Kapitel der Verbundenheit verwendet dann denselben Rahmen mit dem Wort „verbunden“ und ist sehr kurz, weil es unmittelbar auf das Kapitel der Vermischung zurückverweist.
Wenn dieselbe Sache mit verschiedenen Worten beschrieben wird, prüfen Sie, ob sich wirklich die Bedeutung unterscheidet oder nur der Blickwinkel. Das erspart viel sinnloses Streiten.
In der Triade des gerichteten Denkens gibt der Text feinere Beispiele: Aggregate, die Zustände mit gerichtetem Denken und anhaltendem Denken sind, sind durch Verbundenheit eine Bedingung für das gerichtete Denken, und das gerichtete Denken ist durch Verbundenheit eine Bedingung für diese Aggregate. Das heißt, sie sind einander im selben Augenblick Bedingung.
Ein Gedanke und der Geist, der ihn denkt, sind nicht zwei Dinge hintereinander; sie stützen einander. Das Denken mit Gewalt anzuhalten ist schwerer, als zu ändern, woran der Geist festhält.
Die Analyse der Bedingungen gibt zwei Sätze: Materielle Zustände sind durch Getrenntheit eine Bedingung für nichtmaterielle Zustände, und nichtmaterielle Zustände sind durch Getrenntheit eine Bedingung für materielle Zustände. Der Name bedeutet „nicht verbunden“, doch nicht verbunden zu sein heißt nicht, ohne Beziehung zu sein.
Körper und Geist sind nicht dasselbe, aber sie bedingen einander. Wenn es Ihnen schlecht geht, versuchen Sie auch auf der Seite des Körpers anzusetzen, nicht nur beim Geist.
Im Fragenkapitel der Triade des durch Sehen zu Überwindenden sagt der Text, dass die Getrenntheit dreifach ist: Mitentstehen, Vorentstehen und Nachentstehen. Als Vorentstehen ist das Sinnesfeld des Auges eine Bedingung für das Sehbewusstsein, das Sinnesfeld des Körpers für das Körperbewusstsein und die Herzgrundlage für die Aggregate, jeweils durch Getrenntheit. Für den Moment der Wiedergeburtsverknüpfung fügt er hinzu, dass die Herzgrundlage eine Bedingung für die Aggregate ist und die Aggregate für die Herzgrundlage.
Der Zustand des Körpers in diesem Augenblick prägt die Qualität des Denkens. Wichtige Entscheidungen trifft man besser nicht, wenn man übernächtigt oder sehr hungrig ist.
In umgekehrter Richtung, als Mitentstehen: Die Aggregate sind durch Getrenntheit eine Bedingung für die vom Geist hervorgebrachte Materie und bei der Wiedergeburtsverknüpfung für die aus Kamma entstandene Materie. Als Nachentstehen: Die Aggregate sind durch Getrenntheit eine Bedingung für diesen Körper, der früher entstanden ist. So hält der Text den Einfluss des Geistes auf den Körper sowohl gleichzeitig als auch rückwirkend fest.
Was Sie jeden Tag immer wieder denken, zeigt sich im Körper – im Schlaf, beim Essen, darin, wie angespannt die Muskeln sind.
Der Nutzen dieses Paares liegt darin, dass es uns zwei Arten von Beziehung unterscheiden lässt: Dinge, die so fest verbunden sind, dass man sie nicht auseinanderziehen kann, und Dinge verschiedener Art, die einander dennoch erreichen.
In unserem Geist gehören Gedanke und Gefühl meist zur ersten Art: Sie kommen zusammen und gehen zusammen. Der Versuch, diesen Gedanken zu behalten und jenes Gefühl zu verwerfen, gelingt selten; man muss das ganze Bündel anschauen.
Die Beziehung zwischen Körper und Geist gehört zur zweiten Art: nicht dasselbe, und doch in beide Richtungen einander Bedingung. Wenn es dem Geist schlecht geht, helfen ein Haltungswechsel, ein Spaziergang oder pünktliches Essen wirklich; und wenn es dem Körper schlecht geht, hilft umgekehrt ein gefestigter Geist dem Körper.
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