Der anteilnehmende ansässige Mönch: Wie ein Abt für Laien sorgt
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Aṭṭhimāni bhikkhave kusītavatthūni
Dieselben Situationen – etwa Arbeit vor sich zu haben, gereist zu sein, gegessen zu haben oder gerade von einer Krankheit genesen zu sein – nutzt der eine als Ausrede, sich erst einmal hinzulegen, und der andere als Grund, mit der Anstrengung zu beginnen. Der Unterschied liegt darin, wie sie denken.
In den Lehrreden über die Grundlagen der Trägheit und die Grundlagen des Aufbietens von Energie im Achterbuch des Aṅguttara Nikāya spricht der Buddha von acht Grundlagen der Trägheit, den Dingen, die ein träger Mensch als Ausrede benutzt, und von acht Grundlagen des Aufbietens von Energie.
Beide Lehrreden verwenden dieselben acht Situationen: Arbeit vor sich haben, Arbeit getan haben, eine Reise vor sich haben, eine Reise gemacht haben, auf dem Almosengang nicht genug zu essen bekommen, genug zu essen bekommen, eine leichte Krankheit haben und kürzlich von einer Krankheit genesen sein. Der Träge denkt: „Mein Körper wird müde werden oder ist müde, also lege ich mich hin.“ Der Tatkräftige denkt: „Da es so ist, strenge ich mich im Voraus an.“
Die Anstrengung, um die es geht, ist die Anstrengung, das noch nicht Erlangte zu erlangen. Die Lehrreden richten sich an Mönche und Nonnen, doch dieses Denkmuster zeigt sich im Leben eines jeden.
Der Träge denkt: Ich werde arbeiten müssen, und beim Arbeiten wird mein Körper müde werden, also lege ich mich erst einmal hin. Der Tatkräftige denkt: Beim Arbeiten wird es nicht leicht sein, mich der Lehre zu widmen, also strenge ich mich im Voraus an.
Wenn Sie wissen, dass der Nachmittag voll wird, tun Sie das Gute, das Sie sich vorgenommen haben, etwa Dhamma lesen oder Sport treiben, gleich am Morgen.
Der Träge denkt: Ich habe gearbeitet, mein Körper ist müde, also lege ich mich hin. Der Tatkräftige denkt: Während ich arbeitete, konnte ich mich der Lehre nicht widmen; nun ist die Arbeit getan, also sollte ich mich anstrengen.
Verbringen Sie nach der Arbeit, bevor Sie zum Telefon greifen, die ersten zehn Minuten damit, Ihren Geist zu beruhigen oder auf den Tag zurückzublicken.
Der Träge denkt: Ich werde reisen müssen, mein Körper wird müde werden – und legt sich hin. Der Tatkräftige denkt: Auf der Reise wird es nicht leicht sein, mich der Lehre zu widmen, also strenge ich mich im Voraus an.
Erledigen Sie vor einer langen Reise die gute Routine des Tages, bevor Sie das Haus verlassen.
Der Träge denkt: Ich bin gereist, mein Körper ist müde, also lege ich mich hin. Der Tatkräftige denkt: Auf der Reise konnte ich mich der Lehre nicht widmen; nun bin ich angekommen, also sollte ich mich anstrengen.
Wenn Sie nach einer Reise in Ihrer Unterkunft ankommen, tun Sie wenigstens eine kleine Sache, die Sie sich vorgenommen haben, statt den ganzen Tag verstreichen zu lassen.
Wenn der Träge nicht genug zu essen bekommt, denkt er, sein Körper sei müde und nicht arbeitsfähig; wenn er genug bekommt, denkt er, sein Körper sei schwer wie eingeweichte Bohnen – und legt sich in beiden Fällen hin. Der Tatkräftige denkt, sein Körper sei leicht und arbeitsfähig, und macht sich daran, sich anzustrengen.
Bemerken Sie, wie wir sowohl „hungrig“ als auch „satt“ als Gründe zum Aufschieben benutzen. Sobald Sie das sehen, verliert die Ausrede ihr Gewicht.
Der Träge denkt: Eine leichte Krankheit ist aufgetreten, das ist ein Grund, mich hinzulegen. Der Tatkräftige denkt: Diese Krankheit könnte sich verschlimmern, also strenge ich mich im Voraus an.
Wenn Sie nur ein wenig unwohl sind, wählen Sie eine gute Tätigkeit, die zu Ihren Kräften passt, etwa eine kurze Meditation oder das Anhören eines Dhamma-Vortrags, statt alles abzusagen.
Der Träge denkt: Ich bin gerade genesen, und mein Körper ist noch schwach, also lege ich mich erst einmal hin. Der Tatkräftige denkt: Die Krankheit könnte zurückkehren, also strenge ich mich im Voraus an.
Krankheit erinnert uns daran, dass der Körper ungewiss ist. Kehren Sie nach der Genesung nach und nach, so wie es Ihre Kräfte erlauben, zu guten Übungen zurück; warten Sie nicht, bis alles vollkommen ist.
Alle acht sind in beiden Lehrreden dieselben Situationen. Der Unterschied ist, dass der eine „sich hinlegt und keine Energie aufbietet“, während der andere „Energie aufbietet, um das Unerreichte zu erreichen und das Unerlangte zu erlangen“.
Schreiben Sie Ihre häufigste Ausrede auf die eine Seite eines Blattes und die tatkräftige Denkweise auf die andere. Lesen Sie es, wann immer Sie etwas aufschieben möchten.
Diese Lehrreden zeigen: Nicht die Situation entscheidet, ob wir träge oder fleißig sind, sondern unsere Art, über sie zu denken. Dasselbe Ereignis kann eine Ausrede oder ein Antrieb sein.
Um sie anzuwenden, fangen Sie den Satz in Ihrem Kopf ab, der mit „Nicht jetzt, weil …“ beginnt, und versuchen Sie, ihn in „Weil …, sollte ich jetzt anfangen“ umzuwandeln. Zum Beispiel: „Weil morgen viel los ist, sollte ich heute zehn Minuten meditieren.“
Die Lehrreden verbieten keine Erholung. Wenn Sie wirklich krank oder wirklich erschöpft sind, ruhen Sie sich aus und folgen Sie dem Rat Ihres Arztes. Worauf man achten sollte, ist die Gewohnheit, Kleinigkeiten als Ausreden zu benutzen, um das Gute immer weiter aufzuschieben.
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