Das Suvaṇṇasāma-Jātaka: Der Sohn, der für seine blinden Eltern sorgte
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Natthi devesu brahmacariyavāso
Das Kathāvatthu fragt, ob es unter den Devas kein Führen des geistlichen Lebens gibt. Der Theravādin räumt ein, dass Devas nicht fortziehen, zeigt aber, dass Fortziehen und das Entfalten des Pfades nicht dasselbe sind: Devas mit Weisheit und Vertrauen können üben und verwirklichen.
In der Brahmacariya Kathā des Kathāvatthu, Band 37 des Tipiṭaka, Kapitel 1, im Anschluss an die Debatte über das Zurückfallen, fragt der Theravādin (sakavādī): Gibt es unter den Devas kein Führen des geistlichen Lebens? Der Gegner sagt, es gebe keines, und führt die Lehrrede an, nach der die Menschen von Jambudīpa die Tāvatiṃsa-Devas in drei Dingen übertreffen: an Mut, an Achtsamkeit und darin, dass sie hier das geistliche Leben führen.
Nach der Überlieferung wurde das Kathāvatthu vom Ehrwürdigen Moggaliputta Tissa beim Dritten Konzil dargelegt. Der Kommentar erklärt, dass das Führen des geistlichen Lebens zwei Bedeutungen hat: das Entfalten des Pfades und das Fortziehen (pabbajjā). Das Fortziehen gibt es unter den Devas nicht, doch das Entfalten des Pfades wird den Devas nicht abgesprochen, außer den wahrnehmungslosen Wesen. Der Kommentar schreibt die in Frage gestellte Ansicht der Sammitīya-Schule zu.
Die Debatte ist lang, weil sie auf vielen Ebenen fragt: Devas mit Vertrauen und Weisheit, Fortziehen und geistliches Leben, das geistliche Leben, das es in manchen Bereichen gibt und in anderen nicht, und der Nichtwiederkehrer, der in einer himmlischen Welt die Arahantschaft erlangt. Diese Seite wählt nur die wichtigsten Gedankengänge aus.
Der Kommentar erklärt, dass das Führen des geistlichen Lebens von zweierlei Art ist: das Entfalten des Pfades und das Fortziehen. Das Fortziehen gibt es unter den Devas nicht, während das Entfalten des Pfades den übrigen Devas nicht abgesprochen wird, außer den wahrnehmungslosen Wesen. Der Gegner trennte diese beiden Bedeutungen nicht und schloss daher, dass es unter den Devas keine der beiden Arten des geistlichen Lebens gibt. Dieser Punkt dient dem Gesamtverständnis.
Wenn Sie das Wort „Übung“ hören, unterscheiden Sie, ob damit eine äußere Form gemeint ist – etwa zu ordinieren oder an einem Retreat teilzunehmen – oder die Schulung in Tugend, Versenkung und Weisheit im wirklichen Leben.
Der Theravādin fragt: Sind alle Devas stumpf, stumm, ohne Verständnis, ohne Zuversicht zu den Drei Juwelen, suchen sie den Buddha nie auf und befragen ihn nie, sind sie ohne Vertrauen und Weisheit und Täter schwerer Taten? Der Gegner verneint dies und räumt ein, dass es Devas gibt, die weise sind, voller Zuversicht zum Buddha, zum Dhamma und zum Saṅgha, die den Buddha aufsuchen und befragen, die Vertrauen, Weisheit und rechte Ansicht haben.
Stecken Sie ganze Gruppen nicht in Schubladen, etwa indem Sie annehmen, alle wohlhabenden oder glücklichen Menschen interessierten sich nicht für den Dhamma. In jeder Gruppe gibt es Menschen, die nach dem Guten streben.
Der Gegner fragt: Gibt es unter den Devas das Fortziehen, das Scheren des Kopfes, das Tragen der safranfarbenen Robe, das Tragen der Almosenschale? Erscheinen dort Buddhas, Paccekabuddhas und das Paar der Hauptschüler? Der Theravādin sagt, das gebe es nicht. Doch als umgekehrt gefragt wird, ob nur wer fortzieht das geistliche Leben habe und wer nicht fortzieht keines, will auch der Gegner dies nicht gelten lassen. Der Kommentar erklärt, dass man das nicht annehmen kann, weil auch Hausbesitzer und manche Devas den Pfad verwirklichen.
Wenn Sie heute nicht ordinieren können oder es nicht vorhaben, ist das kein Grund, die Schulung des Geistes aufzuschieben. Beginnen Sie mit den fünf Tugendregeln und jeden Tag ein paar Minuten stillen Sitzens.
Der Theravādin fragt: Wenn es das geistliche Leben nur dort gibt, wo Buddhas erscheinen, gibt es es dann nur in Lumbinī, unter dem Bodhi-Baum und in Bārāṇasī und nirgendwo sonst? Wenn nur dort, wo die Hauptschüler erschienen, dann nur in Magadha? Der Gegner verneint jede dieser Fragen.
Eine Pilgerreise zu den buddhistischen heiligen Stätten hat ihren Wert, doch üben kann man zu Hause, bei der Arbeit und überall, wo man gerade ist.
Der Theravādin antwortet, dass das geistliche Leben weder unter allen Devas noch unter allen Menschen vorhanden ist. Bei den wahrnehmungslosen Wesen fehlt es, bei den Devas mit Wahrnehmung ist es vorhanden. Unter den Menschen fehlt es in Grenzgebieten, wohin Mönche, Nonnen, Laienschüler und Laienschülerinnen nicht kommen, im Mittelland aber ist es vorhanden.
Die Umgebung beeinflusst die Schulung wirklich. Gestalten Sie Ihre so, dass sie sie unterstützt – zum Beispiel mit guten Freunden, Dhamma-Büchern in Reichweite oder einer ruhigen Ecke zu Hause.
Der Gegner führt die Lehrrede an, nach der die Menschen von Jambudīpa die Menschen von Uttarakuru und die Tāvatiṃsa-Devas in drei Dingen übertreffen: Sie sind mutig, achtsam und führen hier das geistliche Leben. Daraus schließt er, dass Devas kein geistliches Leben haben. Der Theravādin fragt zurück: Der Buddha sagte „hier“ in Sāvatthī; gibt es das geistliche Leben dann nur in Sāvatthī? Der Gegner verneint dies.
Wenn Sie Lehren lesen, die einen Ort oder eine Person nennen, achten Sie darauf, ob sie auf etwas Einzigartiges hinweisen oder Gelegenheiten vergleichen. Lesen Sie sie weder zu eng noch zu weit.
Der Theravādin fragt: Wenn ein Nichtwiederkehrer, der die fünf niederen Fesseln aufgegeben hat, von hier scheidet und in einer himmlischen Welt erscheint – wo wird dann die Frucht verwirklicht, das Leiden vollständig verstanden, werden die Verunreinigungen aufgegeben und wird das Unerschütterliche durchdrungen? Der Gegner sagt: dort, erklärt aber, es geschehe durch den hier entfalteten Pfad. Er gibt ein Gleichnis: Ein Hirsch, der von einem Pfeil getroffen wurde, stirbt, auch wenn er weit läuft. Der Theravādin hält dagegen: Dann stirbt er mit dem Pfeil noch in sich; erlangt der Nichtwiederkehrer also das endgültige Nibbāna, während das Aufzugebende noch nicht aufgegeben ist? Dieser Punkt dient dem Gesamtverständnis.
Das Gute, in dem Sie sich heute schulen, geht nicht verloren, doch das ist kein Grund, mit der Schulung aufzuhören. Die Arbeit des Geistes muss man trotzdem selbst vollenden, wo und wann auch immer.
Für gewöhnliche Menschen zeigt diese Debatte, dass äußere Zeichen wie der geschorene Kopf, die Robe und die Almosenschale wertvolle Formen sind, aber nicht dasselbe wie die Schulung des Geistes. Auch wer nicht ordiniert ist, kann den Pfad gehen.
Andererseits erinnert die angeführte Lehrrede daran, dass das menschliche Leben eine besondere Gelegenheit zur Übung bietet – mit Mut, Achtsamkeit und einem förderlichen Umfeld. Zu viel Bequemlichkeit kann uns die Schulung vernachlässigen lassen.
Einfach gesagt: Wenn das Leben gut läuft, warten Sie nicht auf Schwierigkeiten, bevor Sie mit der Übung beginnen. Wenn das Leben schwer ist, nutzen Sie den Mut und die Achtsamkeit, die Menschen haben, als Kapital für die Schulung.
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