„Steh auf, Kind, warum betrübst du dich so? Du bist schon zur Ehe versprochen! König Anīkaratta, der Schöne, ist in Vāraṇavatī: Er ist dein Verlobter. Du wirst die Hauptkönigin sein, die Frau des Königs Anīkaratta. Tugendregeln, der keusche Pfad – das Fortziehen ist schwer zu bewältigen, mein Kind. Mit dem Thron gewinnst du Befehlsgewalt, Reichtum, Herrschaft und das Glück des Besitzes. Genieße Sinnenfreuden, solange du noch jung bist! Lass deine Hochzeit stattfinden, mein Kind!“ Darauf sagte Sumedhā zu ihm: „Lass das nicht geschehen! Das Dasein ist hohl! Ich will fortziehen oder sterben, aber heiraten werde ich niemals. Warum sollte ich mich an diesen verwesenden, faulen Körper hängen, der von Körpersäften stinkt, ein entsetzlicher Wassersack-Kadaver, mit Unrat gefüllt, aus dem es stets herausquillt? Wozu das alles, wenn man das erkennt so wie ich? Ein Kadaver ist widerlich, mit Fleisch und Blut beschmiert, Fraß für Vögel und Würmerhaufen – Warum wurde uns das gegeben? Nicht lange, und der Körper wird, des Bewusstseins beraubt, zum Leichenfeld getragen, wo er von den Verwandten voller Ekel weggeworfen wird wie ein alter Baumstamm. Wenn sie ihn auf das Leichenfeld geworfen haben, wo er von andern gefressen wird, baden sich voller Ekel deine eigenen Eltern, wie erst die unbeteiligte Menge? Sie hängen sich an diesen Kadaver ohne Kern, diese Masse von Sehnen und Knochen, den verfaulenden Körper, voller Speichel, Tränen, Kot und Eiter.