„Aber Herr, wer verlangt?“ „Das ist keine passende Frage“, sagte der Buddha. „Ich spreche nicht von jemandem, der verlangt. Wenn ich von jemandem sprechen würde, der verlangt, dann wäre es passend, zu fragen: ‚Wer verlangt?‘ Aber so spreche ich nicht. Eine passende Frage wäre daher: ‚Was ist die Bedingung für Verlangen?‘ Und eine passende Antwort darauf wäre: ‚Gefühl ist die Bedingung für Verlangen. Verlangen wiederum ist die Bedingung für Ergreifen.‘“ „Aber Herr, wer ergreift?“ „Das ist keine passende Frage“, sagte der Buddha. „Ich spreche nicht von jemandem, der ergreift. Wenn ich von jemandem sprechen würde, der ergreift, dann wäre es passend, zu fragen: ‚Wer ergreift?‘ Aber so spreche ich nicht. Eine passende Frage wäre daher: ‚Was ist die Bedingung für Ergreifen?‘ Und eine passende Antwort darauf wäre: ‚Verlangen ist die Bedingung für Ergreifen. Ergreifen wiederum ist die Bedingung für fortgesetztes Dasein.‘ … So kommt diese ganze Masse des Leidens zustande. Wenn die sechs Kontaktfelder schwinden und restlos aufhören, hört Kontakt auf. Wenn Kontakt aufhört, hört Gefühl auf. Wenn Gefühl aufhört, hört Verlangen auf. Wenn Verlangen aufhört, hört Ergreifen auf. Wenn Ergreifen aufhört, hört fortgesetztes Dasein auf. Wenn fortgesetztes Dasein aufhört, hört Wiedergeburt auf. Wenn Wiedergeburt aufhört, hören Alter und Tod, Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis auf. So hört diese ganze Masse des Leidens auf.“
2. Das Kapitel über Nahrung
Asketen und Brahmanen