Nummerierte Lehrreden: Zehner- und Elferbuch
Deutsche Übersetzung · Band 24 · Seite 148
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Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika. Da kleidete sich der Ehrwürdige Ānanda am Morgen an, nahm Schale und Robe, ging zur Wohnung der Laienfrau Migasālā und setzte sich dort auf den ausgebreiteten Sitz. Und die Laienfrau Migasālā ging zu Ānanda, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und sagte zu ihm: „Ehrenwerter Ānanda, wie in aller Welt sollen wir die Lehre verstehen, die der Buddha gelehrt hat, wenn die Keuschen und die Unkeuschen beide im nächsten Leben an genau dem gleichen Ort wiedergeboren werden? Mein Vater Purāṇa war keusch, er lebte abgesondert und vermied den vulgären Akt des Geschlechtsverkehrs. Als er starb, erklärte der Buddha, er sei ein Einmalwiederkehrer und daher in der Schar der freudvollen Götter wiedergeboren. Aber mein Onkel Isidatta war nicht keusch; er lebte zufrieden mit seiner Frau. Als er starb, erklärte der Buddha ebenfalls, er sei ein Einmalwiederkehrer und daher in der Schar der freudvollen Götter wiedergeboren. Wie in aller Welt sollen wir die Lehre verstehen, die der Buddha gelehrt hat, wenn die Keuschen und die Unkeuschen beide im nächsten Leben an genau dem gleichen Ort wiedergeboren werden?“ „Du hast recht, Schwester, aber so hat der Buddha es erklärt.“ Und nachdem Ānanda in Migasālās Haus Almosen erhalten hatte, erhob er sich von seinem Sitz und ging. Nach dem Essen, als er vom Almosengang zurückkam, ging Ānanda dann zum Buddha, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und berichtete die Begebenheit.

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