Fünf seelische Ketten: Zunächst ist da ein Mönch nicht frei von Begehren, Sehnen, Zuneigung, Durst, Leidenschaft und Verlangen nach Sinnenfreuden. Wenn das so ist, neigt sein Geist nicht zu Eifer, Hingabe, Ausdauer und Mühe. Das ist die erste seelische Kette. Dann ist da ein Mönch nicht frei von Begehren nach dem Körper … Er ist nicht frei von Begehren nach Form … Er isst sich ordentlich satt, bis sein Bauch voll ist, und schwelgt dann in den Freuden des Schlafens, Liegens und Dösens … Er führt das geistliche Leben in der Hoffnung, in einer Klasse von Göttern wiedergeboren zu werden: ‚Dass ich doch durch diese Tugendregel, dieses Gelübde, diese inbrünstige Bußübung oder dieses geistliche Leben einer der Götter werde!‘ Wenn das so ist, neigt sein Geist nicht zu Eifer, Hingabe, Ausdauer und Mühe. Das ist die fünfte seelische Kette. Fünf Fähigkeiten: die Fähigkeit des Auges, des Ohrs, der Nase, der Zunge und des Körpers. Weitere fünf Fähigkeiten: Die Fähigkeit des Wohlgefühls, des Schmerzes, der Fröhlichkeit, der Traurigkeit und des Gleichmuts. Weitere fünf Fähigkeiten: Die Fähigkeit des Vertrauens, der Energie, der Achtsamkeit, der Versenkung und der Weisheit. Fünf Elemente des Entrinnens: Da richtet Mönch den Geist auf Sinnenfreuden, aber sein Geist springt dabei nicht vorwärts, wird nicht zuversichtlich, setzt sich nicht und wird nicht entschlossen. Aber wenn er den Geist auf Entsagung richtet, springt sein Geist vorwärts, wird zuversichtlich, setzt sich und wird entschlossen. Sein Geist ist in gutem Zustand, gut entwickelt, gut entfaltet, gut befreit und von Sinnenfreuden abgelöst. Er ist frei von den bedrängenden, fiebrigen Befleckungen, die aufgrund von Sinnenfreuden entstehen, sodass er diese Gefühle nicht fühlt. So wird das Entrinnen von Sinnenfreuden erklärt.