Nummerierte Lehrreden: Zehner- und Elferbuch
German Translation · Volume 24 · Page 349
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„Meditiere wie ein Vollblutpferd, Sandha, nicht wie ein wildes Fohlen. Und wie meditiert ein wildes Fohlen? Ein wildes Fohlen, das am Futtertrog angebunden ist, meditiert: ‚Futter, Futter!‘ Warum ist das so? Weil dem wilden Fohlen, das am Futtertrog angebunden ist, nicht in den Sinn kommt, zu denken: ‚Welche Aufgabe verlangt der Zureiter heute von mir? Wie sollte ich reagieren?‘ Da es am Futtertrog angebunden ist, meditiert es nur: ‚Futter, Futter!‘ Ebenso ist da ein wilder Mensch in die Wildnis gegangen, zur Wurzel eines Baumes oder in eine leere Hütte. Sein Herz ist von sinnlicher Begierde überwältigt, in sinnliche Begierde verstrickt, und er versteht nicht wahrhaftig, wie er der aufgekommenen sinnlichen Begierde entrinnen kann. Er hegt im Innern sinnliche Begierde und meditiert und konzentriert sich und sinnt und betrachtet. Sein Herz ist von bösem Willen überwältigt … von Dumpfheit und Benommenheit … von Rastlosigkeit und Reue … oder von Zweifel … Er hegt im Innern Zweifel und meditiert und konzentriert sich und sinnt und betrachtet. Er meditiert in Abhängigkeit von Erde, Wasser, Feuer und Wind. Er meditiert in Abhängigkeit von der Dimension des unendlichen Raumes, der Dimension des unendlichen Bewusstseins, der Dimension des Nichts oder der Dimension, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat. Er meditiert in Abhängigkeit von dieser Welt oder jener Welt. Er meditiert in Abhängigkeit von dem, was man sehen, hören, denken, erkennen, erreichen, suchen oder mit dem Geist erkunden kann. So meditiert ein wildes Fohlen.

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