Wie wenn ein Mensch einen Schilfhalm aus seiner Scheide zöge und dächte: ‚Das ist der Schilfhalm, das ist die Scheide. Der Halm und die Scheide sind verschiedene Dinge. Der Schilfhalm wurde aus der Scheide herausgezogen.‘ Oder wie wenn ein Mensch ein Schwert aus der Scheide zöge und dächte: ‚Das ist das Schwert, das ist die Scheide. Das Schwert und die Scheide sind verschiedene Dinge. Das Schwert wurde aus der Scheide herausgezogen.‘ Oder wie wenn ein Mensch eine Schlange aus ihrer abgestreiften Haut zöge und dächte: ‚Das ist die Schlange, das ist die Haut. Die Schlange und die Haut sind verschiedene Dinge. Die Schlange wurde aus der Haut herausgezogen.‘ Ebenso streckt ein Mönch, wenn sein Geist so im Samādhi versunken ist – geläutert, hell, makellos, fleckenlos, geschmeidig, formbar, stetig und unbewegt –, ihn aus und projiziert ihn auf das Hervorbringen eines geistgeschaffenen Körpers. Aus diesem Körper bringt er einen anderen Körper hervor, geformt, geistgeschaffen, in allen Haupt- und Nebengliedern unversehrt, ohne dass eine Fähigkeit fehlte. Auch das, großer König, ist eine Frucht des Asketenlebens, die in diesem Leben ersichtlich ist, die besser und erlesener ist als die vorigen. 4.3.3.3. Übersinnliche Kräfte Wenn sein Geist so im Samādhi versunken ist – geläutert, hell, makellos, fleckenlos, geschmeidig, formbar, stetig und unbewegt –, dann streckt er ihn aus und projiziert ihn auf die übersinnliche Kraft. Er übt die vielen Arten von Wunderkräften aus: sich vervielfältigen und wieder eins werden; Form annehmen und wieder auflösen; ungehindert durch eine Mauer, einen Erdwall oder einen Berg gehen wie durch leeren Raum; in die Erde eintauchen und wieder auftauchen, als wäre sie Wasser; über das Wasser gehen, als wäre es Land; mit gekreuzten Beinen durch die Luft fliegen wie ein Vogel; Sonne und Mond, so mächtig und gewaltig, mit der Hand berühren und streicheln; den Körper beherrschen bis hin zur Brahmāwelt.