Daraufhin sagte Kassapa zum Buddha: „Werter Gotama, es ist schwer, einen wahren Asketen oder einen wahren Brahmanen zu erkennen.“ „Es ist in dieser Welt üblich, Kassapa, zu denken, es sei schwer, einen wahren Asketen oder Brahmanen zu erkennen. Aber jemand könnte all diese Arten der inbrünstigen Bußübung üben, und wenn es nur eben deshalb wäre, nur wegen dieses Gangs der inbrünstigen Bußübung, dass es so schwer wäre, einen wahren Asketen oder Brahmanen zu erkennen, so wäre es nicht angebracht, zu sagen, es sei schwer, einen wahren Asketen oder Brahmanen zu erkennen. Denn es wäre gut möglich, dass ein Hausbesitzer oder das Kind eines Hausbesitzers – oder sogar die abhängige Magd, die den Wasserkrug trägt – erkennen würde, dass jemand all diese Arten der inbrünstigen Bußübung übt. Es ist, weil es etwas anderes gibt als nur eben das, etwas anderes als diesen Gang der inbrünstigen Bußübung, dass es so schwer ist, einen wahren Asketen oder Brahmanen zu erkennen. Und deshalb ist es angebracht, zu sagen, es sei schwer, einen wahren Asketen oder Brahmanen zu erkennen. Wenn ein Mönch ein liebevolles Herz entwickelt, frei von Feindschaft und bösem Willen, wenn er mit der Auflösung der Befleckungen in eben diesem Leben die fleckenlose Freiheit des Herzens erlangt, die fleckenlose Freiheit durch Weisheit, sie durch eigene Einsicht erkennt und darin lebt: Wenn er das erlangt, ist er ein Mönch, den man einen ‚wahren Asketen‘ und auch einen ‚wahren Brahmanen‘ nennt.“