„Mönche und Nonnen, angenommen, da wäre ein Lotusteich, der fünfzig Meilen lang, fünfzig Meilen breit und fünfzig Meilen tief wäre, randvoll mit Wasser, sodass eine Krähe daraus trinken könnte. Da käme ein Mensch und würde mit der Spitze eines Grashalms etwas Wasser entnehmen. Was meint ihr, Mönche und Nonnen? Was ist mehr: das Wasser auf der Spitze des Grashalms oder das Wasser in dem Lotusteich?“ „Herr, das Wasser in dem Lotusteich ist viel mehr. Der Wassertropfen auf der Spitze des Grashalms ist winzig. Verglichen mit dem Wasser im Lotusteich zählt er nicht, da gibt es keinen Vergleich, er ist nicht einen Bruchteil wert.“ „Ebenso ist für einen edlen Schüler … Aus diesem Grund sollt ihr Meditation üben – um zu verstehen: ‚Das ist das Leiden.‘ … ‚Das ist die Übung, die zum Aufhören des Leidens führt.‘“
6. Das Kapitel über das Erfassen
Wo Wassermassen zusammenfließen (1) „Mönche und Nonnen, es gibt Stellen, wo die großen Ströme, Ganges, Yamuna, Aciravatī, Sarabhū und Mahī, zusammenkommen und sich vereinigen. Angenommen, ein Mensch würde zwei oder drei Tropfen Wasser von einer solchen Stelle entnehmen. Was meint ihr, Mönche und Nonnen? Was ist mehr: die zwei oder drei Tropfen, die entnommen wurden, oder das Wasser in diesem Zusammenfluss?“ „Herr, das Wasser in diesem Zusammenfluss ist viel mehr. Die zwei oder drei Tropfen, die entnommen wurden, sind winzig. Verglichen mit dem Wasser in diesem Zusammenfluss zählen sie nicht, da gibt es keinen Vergleich, sie sind nicht einen Bruchteil wert.“ „Ebenso ist für einen edlen Schüler … Aus diesem Grund sollt ihr Meditation üben – um zu verstehen: ‚Das ist das Leiden.‘ … ‚Das ist die Übung, die zum Aufhören des Leidens führt.‘“
6. Das Kapitel über das Erfassen
Wo Wassermassen zusammenfließen (2)