Da das so ist, was kann ich da mit einem törichten gewöhnlichen Menschen machen, der blind und ohne Sehvermögen ist, der das nicht erkennt und sieht? Angenommen, da wäre eine blaue Seerose oder eine rosa oder weiße Lotusblume. Obwohl sie im Wasser gesprossen und gewachsen ist, erhebt sie sich über das Wasser und steht unbenetzt vom Wasser da. Ebenso habe auch ich mich, obwohl ich in der Welt geboren und aufgewachsen bin, über die Welt erhoben, bin nicht von der Welt beschmutzt.“
10. Das Kapitel über Blumen
Ein Schaumklumpen Einmal hielt sich der Buddha bei Ayodhya am Ufer des Ganges auf. Da wandte sich der Buddha an die Mönche und Nonnen: „Mönche und Nonnen, wie wenn dieser Ganges einen großen Schaumklumpen mit sich führen würde, und ein Mensch mit klaren Augen sähe ihn, betrachtete ihn und untersuchte ihn wohlüberlegt: Er würde ihm vollständig gehaltlos, hohl und substanzlos erscheinen. Denn welcher Kern kann da in einem Schaumklumpen sein? Ebenso sieht und betrachtet da ein Mönch jegliche Art von Form und untersucht sie wohlüberlegt – vergangen, zukünftig oder gegenwärtig, innen oder außen, grob oder subtil, gering oder hochstehend, fern oder nah: jegliche Form –, und sie erscheint ihm vollständig gehaltlos, hohl und substanzlos. Denn welcher Kern kann da in Form sein?