Wie ein Zimmermann oder Zimmermannslehrling, der die Spuren seiner Finger und seines Daumens auf dem Griff seiner Axt sieht: Er weiß nicht, wie viel von dem Griff heute abgenutzt wurde, wie viel gestern und wie viel davor. Er weiß nur, was abgenutzt wurde. Ebenso weiß ein Mönch, der dem Entwickeln geweiht ist, nicht, wie viel von den Befleckungen heute abgenutzt wurde, wie viel gestern und wie viel davor. Er weiß nur, was abgenutzt wurde. Wie ein Meeresschiff, das mit Tauen zusammengebunden ist: Sechs Monate lang wurden die Taue im Wasser zersetzt. Dann wurde das Schiff während der kalten Jahreszeit an Land gezogen, wo die Taue in Wind und Sonne verwitterten. Wenn die Monsunwolken sie reichlich mit Regen tränken, zerfallen und verrotten diese Taue leicht. Ebenso zerfallen und verrotten die Fesseln eines Mönchs, der dem Entwickeln geweiht ist, leicht.“
10. Das Kapitel über Blumen
Die Wahrnehmung der Unbeständigkeit In Sāvatthī. „Mönche und Nonnen, wenn die Wahrnehmung der Unbeständigkeit entwickelt und gemehrt wird, beseitigt sie alle Begierde nach Sinnenfreuden, nach Wiedergeburt im Bereich der leuchtenden Form und nach Wiedergeburt in einem künftigen Dasein. Sie beseitigt alle Unwissenheit und rottet alle Einbildung ‚ich bin‘ aus. Wie im Herbst der Bauer mit einem großen Pflug die Wurzelgeflechte zerreißt: Ebenso beseitigt die Wahrnehmung der Unbeständigkeit, wenn sie entwickelt und gemehrt wird, alle Begierde nach Sinnenfreuden … und rottet alle Einbildung ‚ich bin‘ aus. Wie ein Schilfschneider die Halme, wenn er sie geschnitten hat, an den Spitzen packt und sie herabschüttelt, herumschüttelt und ausschüttelt: Ebenso beseitigt die Wahrnehmung der Unbeständigkeit, wenn sie entwickelt und gemehrt wird, alle Begierde nach Sinnenfreuden … und rottet alle Einbildung ‚ich bin‘ aus. Wie wenn der Stängel eines Mangobüschels abgeschnitten wird: Alle Mangos, die an dem Stängel hängen, kommen mit. Ebenso beseitigt die Wahrnehmung der Unbeständigkeit, wenn sie entwickelt und gemehrt wird, alle Begierde nach Sinnenfreuden … und rottet alle Einbildung ‚ich bin‘ aus.