„Herr, manche Asketen und Brahmanen verfechten das Überqueren der Flut mittels zweier Dinge: mittels Läuterung der Tugend und mittels inbrünstiger Bußübung aus Ekel vor Sünde. Was sagt der Buddha dazu?“ „Sāḷha, ich sage, die Läuterung der Tugend ist einer der Faktoren des Asketenlebens. Aber jene Asketen und Brahmanen, die inbrünstige Bußübung aus Ekel vor Sünde lehren, die sie als wesentlich ansehen und daran kleben, sind nicht in der Lage, die Flut zu überqueren. Und jene Asketen und Brahmanen, deren Verhalten mit dem Körper, der Sprache und dem Geist und deren Lebensunterhalt unrein sind, sind auch nicht zum Erkennen und Sehen und zum unübertrefflichen Erwachen in der Lage. Es ist, wie wenn ein Mann, der einen Fluss überqueren will, mit einer scharfen Axt in einen Wald ginge. Da sähe er einen großen Salbaum, gerade und jung und ohne Fehler gewachsen. Er fällte ihn an der Wurzel, schnitte die Krone ab und entfernte alle Äste und Blätter vollständig. Dann schnitte er ihn mit Axt und Buschmesser zu, hobelte ihn glatt und schliffe ihn mit einem runden Stein. Schließlich ließe er ihn in den Fluss hinab. Was denkst du, Sāḷha? Ist dieser Mann in der Lage, den Fluss zu überqueren?“ „Nein, Herr. Warum ist das so? Weil dieser grüne Salbaum außen gut bearbeitet ist, aber das Innere ist nicht ausgehöhlt. Ich würde erwarten, dass der grüne Salbaum unterginge und der Mann umkäme.“