Dann prägt sich da ein Mönch die Lehre ein: die Aussagen, Mischungen aus Prosa und Dichtung, Gespräche, Strophen, innigen Ausrufe, Legenden, Geschichten aus früheren Leben, erstaunlichen Geschichten und Ausarbeitungen. Er ist diesen Lehren mit dem Ohr gefolgt, hat sie eingeübt, mit dem Geist geprüft und gedanklich durchdrungen. Er stirbt ohne Achtsamkeit und wird in einer Klasse von Göttern wiedergeboren. Obwohl er dort glücklich ist, kommen ihm keine Ausschnitte der Lehre wieder in den Sinn, und es gibt auch keinen Mönch mit übersinnlichen Kräften und keinen Ortsgott …, der die Versammlung der Götter im Dhamma unterweist. Doch ein Wesen, das durch unmittelbares Erscheinen wiedergeboren wurde, erinnert ein anderes solches Wesen: ‚Erinnerst du dich, Kamerad? Erinnerst du dich daran, wo wir früher das geistliche Leben geführt haben?‘ Er sagt: ‚Ich erinnere mich, Kamerad, ich erinnere mich!‘ Die Erinnerung kehrt langsam zurück, aber dann erlangt dieses Wesen rasch Erhabenheit. Wie wenn zwei Freunde zusammen im Sand gespielt hätten und sich bei der einen oder anderen Gelegenheit träfen: Ein Freund würde zum anderen sagen: ‚Erinnerst du dich an dieses, Freund? Erinnerst du dich an jenes, Freund?‘ Und der Freund würde antworten: ‚Ich erinnere mich, Freund, ich erinnere mich!‘ Ebenso prägt sich da ein Mönch die Lehre ein … Er stirbt ohne Achtsamkeit und wird in einer Klasse von Göttern wiedergeboren. Die Erinnerung kehrt langsam zurück, aber dann erlangt dieses Wesen rasch Erhabenheit. Das ist der vierte Vorteil, den man erwarten kann, wenn man den Lehren mit dem Ohr gefolgt ist, sie eingeübt, mit dem Geist geprüft und gedanklich durchdrungen hat. Diese vier Vorteile kann man erwarten, wenn man den Lehren mit dem Ohr gefolgt ist, sie eingeübt, mit dem Geist geprüft und gedanklich durchdrungen hat.“
20. Das große Kapitel
Gelegenheiten „Mönche und Nonnen, diese vier Dinge kann man bei vier Gelegenheiten erkennen. Welche vier? Die Tugend eines Menschen kann man erkennen, wenn man mit ihm zusammenlebt – aber nur über einen langen Zeitraum, nicht beiläufig; nur, wenn man den Geist gebraucht, nicht, wenn man ihn nicht gebraucht; und nur die Weisen können es, nicht die Geistlosen. Die Reinheit eines Menschen kann man erkennen, wenn man mit ihm Umgang pflegt … Die Widerstandskraft eines Menschen kann man im Unglück erkennen … Die Weisheit eines Menschen kann man in der Diskussion erkennen – aber nur über einen langen Zeitraum, nicht beiläufig; nur, wenn man den Geist gebraucht, nicht, wenn man ihn nicht gebraucht; und nur die Weisen können es, nicht die Geistlosen.