„Ein Mönch, dessen Geist auf diese Art richtig befreit ist, hat sechs gleichbleibende Reaktionen erreicht: Wenn er mit dem Auge ein Bild sieht, ist er weder froh noch traurig. Er bleibt gleichmütig, achtsam und der Situation bewusst. Wenn er mit dem Ohr einen Ton hört … Wenn er mit der Nase einen Geruch riecht … Wenn er mit der Zunge einen Geschmack schmeckt … Wenn er mit dem Körper eine Berührung empfindet … Wenn er mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, ist er weder froh noch traurig. Er bleibt gleichmütig, achtsam und der Situation bewusst. Wenn er das Ende des Körpers nahen fühlt, weiß er: ‚Ich fühle das Ende des Körpers nahen.‘ Wenn er das Ende des Lebens nahen fühlt, weiß er: ‚Ich fühle das Ende des Lebens nahen.‘ Er versteht: ‚Wenn mein Körper auseinanderbricht und mein Leben zu Ende ist, wird alles Gefühlte, da es nicht länger genossen wird, hier auf der Stelle kühl werden.‘ Wie wenn da von einem Pfahl ein Schatten geworfen würde und ein Mensch käme mit einem Spaten und einem Korb daher. Er würde den Pfahl an seinem Sockel absägen, würde ihn ausgraben und die Wurzeln herausziehen bis hinab zu den Fasern und Stängeln. Dann würde er ihn entzweihauen, in Stücke schneiden und sie zu Spänen kleinhacken. Er würde die Späne in Wind und Sonne trocknen und sie im Feuer verbrennen, bis sie zu Asche würden. Dann würde er die Asche von einem kräftigen Wind oder einer raschen Strömung fortreißen lassen. Und so wäre der Schatten, der von dem Pfahl geworfen wurde, an der Wurzel abgeschnitten, wäre wie der Stumpf einer Palme, wäre ausgelöscht und könnte in Zukunft nicht mehr erscheinen.