Nummerierte Lehrreden: Das Viererbuch
ฉบับแปลเยอรมัน · Volume 21 · Page 255
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‚Die Tugend eines Menschen kann man erkennen, wenn man mit ihm zusammenlebt – aber nur über einen langen Zeitraum, nicht beiläufig; nur, wenn man den Geist gebraucht, nicht, wenn man ihn nicht gebraucht; und nur die Weisen können es, nicht die Geistlosen.‘ Das habe ich gesagt, aber inwiefern habe ich es gesagt? Da lebt eine Person mit einer anderen zusammen. Sie findet heraus: ‚Über einen langen Zeitraum waren die Taten dieses Ehrwürdigen fehlerhaft, unrein, voller Flecken und unlauter. Seine Taten und sein Verhalten sind widersprüchlich. Dieser Ehrwürdige ist tugendlos, nicht tugendhaft.‘ Dann lebt da eine andere Person mit einer anderen zusammen. Sie findet heraus: ‚Über einen langen Zeitraum waren die Taten dieses Ehrwürdigen unversehrt, tadellos, ohne Flecken und rein. Seine Taten und sein Verhalten sind widerspruchsfrei. Dieser Ehrwürdige ist tugendhaft, nicht tugendlos.‘ Insofern habe ich gesagt, dass man die Tugend eines Menschen erkennen kann, wenn man mit ihm zusammenlebt – aber nur über einen langen Zeitraum, nicht beiläufig; nur, wenn man den Geist gebraucht, nicht, wenn man ihn nicht gebraucht; und nur die Weisen können es, nicht die Geistlosen. ‚Die Reinheit eines Menschen kann man erkennen, wenn man mit ihm Umgang pflegt …‘ Das habe ich gesagt, aber inwiefern habe ich es gesagt? Da pflegt eine Person Umgang mit einer anderen. Sie findet heraus: ‚Dieser Ehrwürdige geht mit einem Menschen auf eine Art um. Dann geht er mit zwei, drei oder vielen Menschen jeweils auf eine andere Art um. Sein früherer Umgang weicht von seinem späteren ab. Der Umgang dieses Ehrwürdigen ist unrein, nicht rein.‘

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