Ein hasserfüllter Mensch … Ein Mensch, der sich täuscht, von Täuschung bezwungen und überwältigt, beabsichtigt, sich selbst zu verletzen, jemand anderen zu verletzen, beide zu verletzen. Er empfindet seelischen Schmerz und Traurigkeit. Wenn er die Täuschung aufgegeben hat, beabsichtigt er nicht, sich selbst zu verletzen, jemand anderen zu verletzen, beide zu verletzen. Er empfindet keinen seelischen Schmerz und keine Traurigkeit. Auch so ist das Erlöschen in diesem Leben ersichtlich. Wenn man die restlose Auflösung von Gier, Hass und Täuschung erfährt, dann ist so das Erlöschen in diesem Leben ersichtlich, unmittelbar wirksam, lädt zum Überprüfen ein, ist zielführend, sodass vernünftige Menschen es selbst erkennen können.“ „Vortrefflich, werter Gotama! Vortrefflich! … Von diesem Tag an soll der werte Gotama mich als Laienschüler in Erinnerung behalten, der für sein ganzes Leben Zuflucht genommen hat.“
6. Das Kapitel mit Brahmanen
Zerfall Da ging ein gutsituierter Brahmane zum Buddha, setzte sich zur Seite hin und sagte zu ihm: „Werter Gotama, ich habe gehört, dass die Brahmanen der Vergangenheit, die bejahrten und hochbetagten, die Lehrmeister der Lehrmeister, gesagt hätten: ‚In alten Zeiten war diese Welt mit Menschen gedrängt voll, als seien sie zusammengepfercht. Die Dörfer, Marktflecken und Königsstädte lagen nicht weiter auseinander, als ein Hahn fliegen kann.‘ Was ist der Grund, werter Gotama, was ist die Ursache, dass heutzutage die Zahl der Menschen geschrumpft ist, dass ein Rückgang der Bevölkerung ersichtlich ist und ganze Dörfer, Marktflecken, Städte und Länder verschwunden sind?“