Und was ist die Vervollkommnung der Ansicht? Da hat jemand rechte Ansicht und einen unverfälschten Blickwinkel, wie etwa: ‚Geben, Opfer und Spenden sind sinnvoll. Es gibt eine Frucht und ein Ergebnis von guten und schlechten Taten. Es gibt diese und jene Welt. Es gibt so etwas wie Mutter und Vater oder Wesen, die durch unmittelbares Erscheinen wiedergeboren werden. Und es gibt Asketen und Brahmanen, die sich richtig benehmen, richtig üben, die diese und jene Welt erklären, nachdem sie sie durch eigene Einsicht erkannt haben.‘ Das nennt man die Vervollkommnung der Ansicht. Manche Lebewesen werden, wenn der Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, wegen der Vervollkommnung der Tugend, des Geistes oder der Ansicht an einem guten Ort wiedergeboren, in einer himmlischen Welt. Das sind die drei Arten der Vervollkommnung.“
12. Das Kapitel über das Bestimmtsein für einen verlorenen Ort
Unfehlbare Würfel „Mönche und Nonnen, es gibt drei Fehltritte. Welche drei? Einen Fehltritt in der Tugend, im Geist und in der Ansicht. Und was ist ein Fehltritt in der Tugend? Da tötet jemand lebende Geschöpfe, stiehlt, begeht sexuelle Verfehlungen und gebraucht unwahre, entzweiende, harte oder unsinnige Rede. Das nennt man einen Fehltritt in der Tugend. Und was ist ein Fehltritt im Geist? Da ist jemand begehrlich und böswillig. Das nennt man einen Fehltritt im Geist. Und was ist ein Fehltritt in der Ansicht? Da hat jemand eine falsche Ansicht und einen verzerrten Blickwinkel, wie etwa: ‚Geben, Opfer oder Spenden haben keinen Sinn. Es gibt keine Frucht und kein Ergebnis von guten und schlechten Taten. Es gibt nicht diese und jene Welt. So etwas wie Mutter und Vater oder Wesen, die durch unmittelbares Erscheinen wiedergeboren werden, gibt es nicht. Und es gibt keinen Asketen oder Brahmanen, der sich richtig benimmt, richtig übt, und der diese und jene Welt erklärt, nachdem er sie durch eigene Einsicht erkannt hat.‘ Das nennt man einen Fehltritt in der Ansicht. Manche Lebewesen werden, wenn der Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, wegen eines Fehltritts in der Tugend, im Geist oder in der Ansicht an einem verlorenen Ort wiedergeboren, einem schlechten Ort, in der Unterwelt, der Hölle. Wie wenn man mit unfehlbaren Würfeln spielt: Sie fallen immer mit der richtigen Seite nach oben. Ebenso werden manche Lebewesen, wenn der Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, wegen eines Fehltritts in der Tugend, im Geist oder in der Ansicht an einem verlorenen Ort wiedergeboren, einem schlechten Ort, in der Unterwelt, der Hölle. Das sind die drei Fehltritte.