Was heißt es, mit guten Menschen zu leben? Wie leben gute Menschen zusammen? Da denkt ein älterer Mönch: ‚Jeder ältere, mittelalte oder jüngere Mönch soll mich ermahnen; und ich will jeden älteren, mittelalten oder jüngeren Mönch ermahnen. Wenn ein älterer, mittelalter oder jüngerer Mönch mich ermahnen sollte, hätte er Anteilnahme, und ich würde es ihm nicht schwer machen, sondern „Danke!“ sagen. Und ich würde mich damit beschäftigen, wenn ich sehen würde, was ich falsch gemacht habe.‘ Und auch ein mittelalter oder jüngerer Mönch denkt: ‚Jeder ältere, mittelalte oder jüngere Mönch soll mich ermahnen; und ich will jeden älteren, mittelalten oder jüngeren Mönch ermahnen. Wenn ein älterer, mittelalter oder jüngerer Mönch mich ermahnen sollte, hätte er Anteilnahme, und ich würde es ihm nicht schwer machen, sondern „Danke!“ sagen. Und ich würde mich damit beschäftigen, wenn ich sehen würde, was ich falsch gemacht habe.‘ Das heißt es, mit guten Menschen zu leben; so leben gute Menschen zusammen.“ 63 „In einer disziplinarischen Angelegenheit, in der auf beiden Seiten das endlose Weiterreden, mit Geringschätzung der Meinung der anderen Seite, Groll, Unmut und Erbitterung, intern nicht beigelegt wird, ist zu erwarten, dass diese disziplinarische Angelegenheit zu bleibender Verbitterung und Feindschaft führt, und dass die Mönche und Nonnen nicht unbeschwert leben. In einer disziplinarischen Angelegenheit, in der auf beiden Seiten das endlose Weiterreden, mit Geringschätzung der Meinung der anderen Seite, Groll, Unmut und Erbitterung, intern gut beigelegt wird, ist zu erwarten, dass diese disziplinarische Angelegenheit nicht zu bleibender Verbitterung und Feindschaft führt, und dass die Mönche und Nonnen unbeschwert leben.“
7. Das Kapitel über Glück
64 „Mönche und Nonnen, es gibt diese zwei Arten von Glück. Welche zwei? Das Glück der Laien und das Glück der Hauslosen. Das sind die zwei Arten von Glück. Die bessere Art ist das Glück der Hauslosen.“ 65