„Mönche und Nonnen, zwei Dinge habe ich aus eigener Erfahrung gelernt: mich niemals mit den tauglichen Eigenschaften zufriedenzugeben und niemals aufzugeben. Ich habe niemals aufgegeben; ich dachte: ‚Gerne sollen nur Haut, Sehnen und Knochen übrig bleiben! Sollen Fleisch und Blut in meinem Körper vertrocknen! Ich werde nicht aufgeben, bevor ich nicht erreicht habe, was mit menschlicher Stärke, Energie und Tatkraft möglich ist.‘ Durch Beflissenheit bin ich zum Erwachen gelangt, durch Beflissenheit zum unübertrefflichen Refugium vor dem Joch. Gebt auch ihr niemals auf; denkt: ‚Gerne sollen nur Haut, Sehnen und Knochen übrig bleiben! Sollen Fleisch und Blut in meinem Körper vertrocknen! Ich werde nicht aufgeben, bevor ich nicht erreicht habe, was mit menschlicher Stärke, Energie und Tatkraft möglich ist.‘ Dann werdet auch ihr bald in eben diesem Leben zum äußersten Höhepunkt des geistlichen Lebens gelangen. Ihr werdet an dem Ziel leben, das ihr durch eigene Einsicht erkannt habt, für welches ehrbare Menschen zu Recht aus dem Haus fortziehen ins hauslose Leben. Daher sollt ihr euch so schulen: ‚Wir werden niemals aufgeben; wir werden denken: „Gerne sollen nur Haut, Sehnen und Knochen übrig bleiben! Sollen Fleisch und Blut in unserem Körper vertrocknen! Wir werden nicht aufgeben, bevor wir nicht erreicht haben, was mit menschlicher Stärke, Energie und Tatkraft möglich ist.“‘ So sollt ihr euch schulen.“
6. Fesseln
„Mönche und Nonnen, es gibt diese zwei Dinge. Welche zwei? Dinge, die die Fesseln festzurren, als erfreulich betrachten und Dinge, die die Fesseln festzurren, als ernüchternd betrachten. Wenn man Dinge, die die Fesseln festzurren, fortwährend als erfreulich betrachtet, gibt man Gier, Hass und Täuschung nicht auf. Wenn man diese nicht aufgibt, wird man nicht befreit von Wiedergeburt, von Alter und Tod, von Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis. Man wird nicht vom Leiden befreit, sage ich. Wenn man Dinge, die die Fesseln festzurren, fortwährend als ernüchternd betrachtet, gibt man Gier, Hass und Täuschung auf. Wenn man diese aufgibt, wird man befreit von Wiedergeburt, von Alter und Tod, von Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis. Man wird vom Leiden befreit, sage ich. Das sind die zwei Dinge.“
7. Dunkel
„Mönche und Nonnen, diese zwei Dinge sind dunkel. Welche zwei? Gewissenlosigkeit und Unbesonnenheit. Das sind die zwei dunklen Dinge.“
8. Hell
„Diese zwei Dinge sind hell, Mönche und Nonnen. Welche zwei? Gewissen und Besonnenheit. Das sind die zwei hellen Dinge.“
9. Verhalten