„Mönche und Nonnen, es gibt diese zwei Versammlungen. Welche zwei? Eine Versammlung, die in schönen Reden bewandert ist, nicht im Hinterfragen, und eine Versammlung, die im Hinterfragen bewandert ist, nicht in schönen Reden. Und was ist eine Versammlung, die in schönen Reden bewandert ist, nicht im Hinterfragen? Eine Versammlung, in der die Mönche und Nonnen nicht zuhören wollen, wenn Lehrreden vorgetragen werden, die der Klargewordene gesprochen hat – tiefe, tiefgründige, überweltliche, von der Leerheit handelnde Lehren. Sie spitzen nicht die Ohren und versuchen nicht, zu verstehen, und halten es auch nicht für wert, diese Lehren zu lernen und sich einzuprägen. Doch wenn Lehrreden vorgetragen werden, die von Dichtern geschaffen wurden – Poesie, mit schönen Worten und Ausdrücken, von Außenstehenden verfasst oder von Schülern gesprochen – dann wollen die Mönche und Nonnen zuhören. Sie spitzen die Ohren und versuchen, zu verstehen, und halten es auch für wert, diese Lehren zu lernen und sich einzuprägen. Aber wenn sie sich diese Lehren eingeprägt haben, fragen und prüfen sie einander nicht: ‚Warum heißt es so? Was bedeutet das?‘ So enthüllen sie nicht, was verborgen ist, klären nicht, was unklar ist, und zerstreuen nicht den Zweifel bezüglich der vielen zweifelhaften Dinge. Das nennt man eine Versammlung, die in schönen Reden bewandert ist, nicht im Hinterfragen.