In einem anderen Leben muss ich nicht eifersüchtig gewesen sein, muss andere nicht um Besitz, Ehre, Achtung, Ehrfurcht, Ehrerbietung und Verehrung, die sie erhielten, beneidet haben, sie ihnen nicht missgönnt und geneidet haben. Denn jetzt bin ich von hohem Rang. An diesem königlichen Hof befehlige ich die Töchter von Adligen, Brahmanen und Hausbesitzern. Daher, Herr, will ich von diesem Tag an nicht zornig und schlecht gelaunt sein. Selbst wenn ich heftig kritisiert werde, will ich nicht die Beherrschung verlieren, will nicht ärgerlich, feindselig und starrköpfig werden und keinen Ärger, Hass oder Unmut zeigen. Ich will Asketen und Brahmanen Gaben geben wie Essen, Trinken, Kleidung und Transportmittel, Kränze, Düfte und Make-up, ein Bett, ein Haus und Licht. Ich will nicht eifersüchtig sein, will andere nicht um Besitz, Ehre, Achtung, Ehrfurcht, Ehrerbietung und Verehrung, beneiden, sie ihnen nicht missgönnen oder neiden. Vortrefflich, Herr! … Von diesem Tag an soll der Buddha mich als Laienschülerin in Erinnerung behalten, die für ihr ganzes Leben Zuflucht genommen hat.“
20. Das große Kapitel
Inbrünstige Selbstkasteiung „Mönche und Nonnen, diese vier Personen findet man in der Welt. Welche vier? Da kasteit eine Person sich selbst, verschreibt sich der Übung der Selbstkasteiung. Da kasteit eine Person andere, verschreibt sich der Übung, andere zu kasteien. Da kasteit eine Person sich selbst und andere, verschreibt sich der Übung, sich und andere zu kasteien. Da kasteit eine Person weder sich selbst noch andere, verschreibt sich der Übung, weder sich noch andere zu kasteien, und lebt in eben diesem Leben ohne Wünsche, verloschen, kühl geworden, voller Seligkeit, mit göttlich gewordenem Selbst.