Dann ließ der König Bandhumā die brahmanischen Wahrsager neu einkleiden und versorgte sie mit allem, was sie benötigten. Der König ernannte dann Kindermädchen für den Prinzen Vipassī. Die einen stillten ihn, andere badeten ihn, andere hielten ihn und wieder andere trugen ihn auf der Hüfte. Von seiner Geburt an wurde Tag und Nacht ein weißer Sonnenschirm über ihn gehalten in der Absicht: ‚Dass Kälte, Hitze, Gras, Staub oder Feuchtigkeit ihn nicht behelligen.‘ Er war vielen Menschen lieb und teuer, wie eine blaue Seerose oder eine rosa oder weiße Lotusblume. Er wurde von einem Arm zum anderen weitergereicht. Von Geburt an war seine Stimme bezaubernd, melodisch, süß und lieblich. Wie der Gesang eines Himalaya-Kuckucks, so süß war seine Stimme. Von Geburt an besaß der Prinz Vipassī die Kraft der Hellsichtigkeit, die sich als ein Ergebnis früherer Taten zeigte. Dadurch konnte er bei Tag und bei Nacht eine Meile im Umkreis sehen. Und er war wachsam, ohne zu blinzeln, wie die Götter der Dreiunddreißig. Und weil es hieß, er sei wachsam, ohne zu blinzeln, wurde er als ‚Vipassī‘ bekannt.