Wenn ein Mönch kein Ich-Machen, kein Mein-Machen und keine zugrunde liegende Neigung zur Einbildung für diesen mit Bewusstsein versehenen Körper hat, noch für alle Merkmale außerhalb; und wenn er im Besitz der Freiheit des Herzens lebt, der Freiheit durch Weisheit, wo Ich-Machen, Mein-Machen und zugrunde liegende Neigung zur Einbildung nicht mehr sind – dann nennt man ihn einen Mönch, der das Verlangen abgeschnitten, die Fesseln abgestreift, die Einbildung richtig erfasst und dadurch dem Leiden ein Ende gemacht hat. Und, Sāriputta, das ist es, worauf ich im ‚Weg zum anderen Ufer‘, in ‚Udayas Fragen‘, Bezug genommen habe, als ich sagte: ‚Sinnliches Begehren aufgeben und Verdrießlichkeit ebenfalls, Dumpfheit vertreiben, Reue nicht aufkommen lassen; in reinem Gleichmut, reiner Achtsamkeit, nachdem man die Gesetzmäßigkeiten untersucht hat – das, so erkläre ich, ist Befreiung durch Erleuchtung, das Zerschlagen der Unwissenheit.‘“
4. Das Kapitel über Götterboten
Quellen „Mönche und Nonnen, es gibt drei Quellen, aus denen Taten hervorgehen. Welche drei? Gier, Hass und Täuschung sind Quellen, aus denen Taten hervorgehen. Jede Tat, die aus Gier hervorgeht, aus Gier geboren wird, die dort entspringt und ihren Ursprung hat, kommt zur Reife, wo immer diese neue Verkörperung geboren wird. Und wo diese Tat zur Reife kommt, dort wird ihre Folge erfahren: sei es in diesem Leben, im nächsten Leben oder zu einer späteren Zeit. Jede Tat, die aus Hass hervorgeht, aus Hass geboren wird, die dort entspringt und ihren Ursprung hat, kommt zur Reife, wo immer diese neue Verkörperung geboren wird. Und wo diese Tat zur Reife kommt, dort wird ihre Folge erfahren: sei es in diesem Leben, im nächsten Leben oder zu einer späteren Zeit.