Nummerierte Lehrreden: Einer-, Zweier- und Dreierbuch
Traduction allemande · Volume 20 · Page 184
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„Ich lebte verzärtelt, Mönche und Nonnen, äußerst verzärtelt, außerordentlich verzärtelt. Im Heim meines Vaters wurden eigens für mich Lotusteiche angelegt. In manchen blühten blaue Seerosen, in anderen hingegen rosa oder weiße Lotusblumen, nur für mich. Ich benutzte nur Sandelholz aus Kāsi, und meine Turbane, Jacken, Sarongs und Oberroben kamen ebenfalls aus Kāsi. Ein weißer Sonnenschirm wurde Tag und Nacht über mich gehalten in der Absicht: ‚Dass Kälte, Hitze, Gras, Staub oder Feuchtigkeit ihn nicht behelligen.‘ Ich hatte drei Pfahlbau-Langhäuser: eins für den Winter, eins für den Sommer und eins für die Regenzeit. Ich blieb während der vier Monate der Regenzeit in meinem Pfahlbau-Langhaus, ohne die Treppe herunterzukommen. Dort wurde ich von Musikerinnen unterhalten, unter denen kein einziger Mann war. Während Schuldknechte, Arbeiter und Gesinde in anderen Häusern groben Getreideschleim mit falschem schwarzem Pfeffer zu essen bekommen, bekommen sie im Heim meines Vaters feinen Reis mit Fleisch. Mitten in solchem Wohlstand und einem so verzärtelten Leben dachte ich: ‚Wenn ein ungebildeter gewöhnlicher Mensch – der alt werden muss, dem das Alter nicht erspart bleibt – jemand anderen sieht, der alt ist, ist er entsetzt, abgestoßen und angewidert und übersieht, dass er selbst in der gleichen Lage ist. Aber da auch ich alt werden muss, mir das Alter nicht erspart bleibt, wäre es nicht angebracht, entsetzt, abgestoßen und angewidert zu sein, wenn ich jemanden sehe, der alt ist.‘ Mit solchen Betrachtungen gab ich die Eitelkeit der Jugend vollständig auf.

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