Es gibt drei Gefahren, die Mutter und Kind auseinanderreißen. Welche drei? Die Gefahren von Alter, Krankheit und Tod. Wenn ein Kind alt wird, wird der Wunsch der Mutter nicht erfüllt: ‚Soll ich doch alt werden; mein Kind soll nicht alt werden!‘ Wenn eine Mutter alt wird, wird der Wunsch des Kindes nicht erfüllt: ‚Soll ich doch alt werden; meine Mutter soll nicht alt werden!‘ Wenn ein Kind krank ist, wird der Wunsch der Mutter nicht erfüllt: ‚Soll ich doch krank sein; mein Kind soll nicht krank sein!‘ Wenn eine Mutter krank ist, wird der Wunsch des Kindes nicht erfüllt: ‚Soll ich doch krank sein; meine Mutter soll nicht krank sein!‘ Wenn ein Kind stirbt, wird der Wunsch der Mutter nicht erfüllt: ‚Soll ich doch sterben; mein Kind soll nicht sterben!‘ Wenn eine Mutter stirbt, wird der Wunsch des Kindes nicht erfüllt: ‚Soll ich doch sterben; meine Mutter soll nicht sterben!‘ Das sind die drei Gefahren, die Mutter und Kind auseinanderreißen. Es gibt einen Pfad und eine Übung, die dazu führen, die drei Gefahren aufzugeben und darüber hinauszugehen: die drei Gefahren, die Mutter und Kind nicht auseinanderreißen, und die drei Gefahren, die Mutter und Kind auseinanderreißen. Was ist dieser Pfad und diese Übung? Es ist einfach dieser edle achtfache Pfad: nämlich rechte Ansicht, rechtes Bestreben, rechte Rede, rechtes Handeln, rechter Lebenserwerb, rechter Einsatz, rechte Achtsamkeit und rechte Versenkung. Das ist der Pfad, das ist die Übung, die dazu führen, die drei Gefahren aufzugeben und darüber hinauszugehen: die drei Gefahren, die Mutter und Kind nicht auseinanderreißen, und die drei Gefahren, die Mutter und Kind auseinanderreißen.“
7. Das große Kapitel
In Venāgapura