Wenn es keine Taten gäbe, die in den formlosen Bereich führten, käme es dann noch zu fortgesetztem Dasein im formlosen Bereich?“ „Nein, Herr.“ „Nun, Ānanda, Taten sind das Feld, Bewusstsein ist die Saat und Verlangen die Feuchtigkeit. Die Absicht und das Ziel der Lebewesen – von Unwissenheit eingehüllt und von Verlangen gefesselt – werden in einem höheren Bereich verankert. So kommt es in der Zukunft zum Hervorbringen eines neuen Daseinszustandes. Insofern gibt es fortgesetztes Dasein.“
8. Das Kapitel mit Ānanda
Regeln und Gelübde Da ging der Ehrwürdige Ānanda zum Buddha, verbeugte sich und setzte sich zur Seite hin. Der Buddha sagte zu ihm: „Ānanda, sind alle Regeln und Gelübde, alle Lebensweisen, alle geistlichen Pfade, wenn man sie als das Wesentliche begreift, fruchtbar?“ „Das ist keine kategorische Sache, Herr.“ „Nun, Ānanda, dann gliedere es auf.“ „Angenommen, jemand pflegt Regeln und Gelübde, eine Lebensweise und einen geistlichen Pfad und begreift das als das Wesentliche. Wenn untaugliche Eigenschaften anwachsen und taugliche Eigenschaften verkümmern, dann ist das nicht fruchtbar. Wenn aber untaugliche Eigenschaften verkümmern und taugliche Eigenschaften anwachsen, dann ist es fruchtbar.“ Das sagte Ānanda, und der Lehrer begrüßte es. Da erhob sich, als er die Zustimmung des Lehrers erkannt hatte, Ānanda von seinem Sitz, verbeugte sich, umrundete den Buddha respektvoll, die rechte Seite ihm zugewandt, und ging. Nicht lange, nachdem er gegangen war, wandte sich der Buddha an die Mönche und Nonnen: „Mönche und Nonnen, Ānanda ist in Schulung, aber es ist nicht leicht, jemanden zu finden, der ihm an Weisheit gleichkommt.“
8. Das Kapitel mit Ānanda
Düfte