Als dann der Leichnam des Buddha verbrannt war, fand man keine Asche und keinen Ruß von seiner äußeren oder inneren Haut, seinem Fleisch, seinen Sehnen oder der Gelenkschmiere. Einzig die Reliquien blieben zurück. Wie wenn Ghee oder Öl brennen und lodern und keine Asche und kein Ruß zu finden sind: Ebenso fand man, als der Leichnam des Buddha verbrannt war, keine Asche und keinen Ruß von seiner äußeren oder inneren Haut, seinem Fleisch, seinen Sehnen oder der Gelenkschmiere. Einzig die Reliquien blieben zurück. Und von diesen fünfhundert Paaren von Gewändern wurden nur zwei nicht verbrannt: das innerste und das äußerste. Aber als der Leichnam des Buddha vom Feuer verzehrt war, wurde der Scheiterhaufen von einem Wasserstrahl gelöscht, der mitten in der Luft erschienen war, von Wasser, das aus den Salbäumen rann, und vom Duftwasser der Maller. Dann machten die Maller in der Ratshalle ein Gitter aus Speeren für die Reliquien des Buddha und umgaben es mit einem Wall aus Bögen. Sieben Tage lang ehrten, achteten, würdigten und verehrten sie die Reliquien mit Tanz, Gesang, Musik, Kränzen und Düften.
39. Die Verteilung der Reliquien
Der König Ajātasattu von Magadha, Sohn der Prinzessin von Videha, hörte, dass der Buddha in Kusinārā vollkommen verloschen war. Er schickte einen Gesandten zu den Mallern von Kusinārā: „Der Buddha war ein Adliger, und ich bin ein Adliger. Auch mir steht ein Anteil an den Reliquien des Buddha zu. Ich werde für sie ein Denkmal bauen und eine Gedenkfeier abhalten.“ Auch die Licchaver von Vesālī hörten, dass der Buddha in Kusinārā vollkommen verloschen war. Sie schickten einen Gesandten zu den Mallern von Kusinārā: „Der Buddha war ein Adliger, und wir sind Adlige. Auch uns steht ein Anteil an den Reliquien des Buddha zu. Wir werden für sie ein Denkmal bauen und eine Gedenkfeier abhalten.“ Auch die Sakyer von Kapilavatthu hörten, dass der Buddha in Kusinārā vollkommen verloschen war. Sie schickten einen Gesandten zu den Mallern von Kusinārā: „Der Buddha war der Beste unter unseren Verwandten. Auch uns steht ein Anteil an den Reliquien des Buddha zu. Wir werden für sie ein Denkmal bauen und eine Gedenkfeier abhalten.“