Dann ist dieser edle Schüler frei von Begehrlichkeit, frei von bösem Willen, nicht verwirrt, der Situation bewusst und achtsam. Er meditiert, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Herzen voller Mitgefühl durchdringt … mit einem Herzen voller freudiger Anteilnahme … mit einem Herzen voller Gleichmut, und die zweite und die dritte und die vierte. Ebenso nach oben, nach unten, dazwischen, überall und ringsumher; die ganze Welt durchdringt er mit einem Herzen voller Gleichmut – weit, ausgedehnt, grenzenlos, frei von Feindschaft und bösem Willen. Wie wenn da ein machtvoller Schneckenhornbläser wäre: Er würde sich mühelos in allen vier Himmelsrichtungen Gehör verschaffen. Ebenso werden, wenn die Erlösung des Herzens durch Gleichmut so entwickelt und gemehrt wurde, alle begrenzten Taten, die dieser Mensch begangen hat, hier nicht bleiben oder Bestand haben.“ Daraufhin sagte Asibandhakas Sohn, der Ortsvorsteher, zum Buddha: „Vortrefflich, Herr! Vortrefflich! … Von diesem Tag an soll der Buddha mich als Laienschüler in Erinnerung behalten, der für sein ganzes Leben Zuflucht genommen hat.“
1. Das Kapitel mit Ortsvorstehern
Familien Einmal wanderte der Buddha mit einem großen Saṅgha von Mönchen und Nonnen durch das Land der Kosaler und kam nach Nāḷandā. Dort hielt er sich bei Nāḷandā im Wollweber-Mangowäldchen auf. Zu dieser Zeit herrschte in Nāḷandā Hungersnot und Mangel, die Feldfrucht war ausgebleicht und zu Stroh geworden. Zu dieser Zeit nun befand sich der Jaina-Asket aus dem Stamm Ñātika zusammen mit einer großen Gemeinschaft von Jaina-Asketen in Nāḷandā. Da ging Asibandhakas Sohn, der Ortsvorsteher, der ein Schüler der Jainas war, zu dem Jaina Ñātika, verbeugte sich und setzte sich zur Seite hin. Der Jaina Ñātika sagte zu ihm: „Komm, Ortsvorsteher, widerlege die Doktrin des Asketen Gotama. Dann wirst du einen guten Ruf haben: ‚Asibandhakas Sohn, der Ortsvorsteher, hat die Doktrin des Asketen Gotama widerlegt, der so mächtig und gewaltig ist!‘“