Er denkt: ‚Ich bin ein vertrauensvoller Mensch. Ich habe Vertrauen zum Erwachen des Klargewordenen … Warum sollte ich nicht nach dem Auflösen der Befleckungen streben? Ich bin selten krank oder unwohl. Mein Magen verdaut gut, ist weder zu heiß noch zu kalt, sondern genau richtig und passend für die Meditation. Warum sollte ich nicht nach dem Auflösen der Befleckungen streben? Ich bin nicht verschlagen oder hinterhältig. Ich vertraue mich ehrlich dem Lehrer oder vernünftigen geistlichen Gefährten an. Warum sollte ich nicht nach dem Auflösen der Befleckungen streben? Ich lebe so, dass ich meine Energie aufrüttele, um untaugliche Eigenschaften aufzugeben und mir taugliche Eigenschaften zu eigen zu machen. Ich bin stark, beharrlich fest, und lasse nicht nach beim Entwickeln tauglicher Eigenschaften. Warum sollte ich nicht nach dem Auflösen der Befleckungen streben? Ich bin weise. Ich besitze die Weisheit des Entstehens und Vergehens, die edel und durchdringend ist und zur völligen Auflösung des Leidens führt. Warum sollte ich nicht nach dem Auflösen der Befleckungen streben?‘ Ein Mönch, der diese fünf Eigenschaften besitzt, strebt nach dem Auflösen der Befleckungen.“
14. Das Kapitel über Könige
Streben (2) „Mönche und Nonnen, der älteste Sohn eines gesalbten adligen Königs, der fünf Faktoren besitzt, strebt danach, Vizekönig zu werden. Welche fünf? Da ist der älteste Sohn eines gesalbten adligen Königs von guter Geburt auf mütterlicher und väterlicher Seite, von reiner Abkunft, mit unwiderlegbarem und einwandfreiem Stammbaum bis zur siebten väterlichen Generation zurück. Er ist ansprechend, gut aussehend, reizend, von unvergleichlicher Schönheit. Er ist seinen Eltern lieb und teuer. Er ist den Streitkräften lieb und teuer. Er ist klug, fähig und verständig und ist in der Lage, eine Sache in Bezug auf Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart zu bedenken.