‚Löwe‘ ist ein Ausdruck für den Klargewordenen, den Vollendeten, den vollkommen erwachten Buddha. Wenn der Klargewordene vor einer Versammlung den Dhamma lehrt, ist das sein Löwengebrüll. Wenn der Klargewordene die Mönche unterweist … wenn er die Nonnen … die Laienmänner … Laienfrauen … und gewöhnliche Menschen unterweist, selbst Speisenträgerinnen und Jäger, tut er das sorgfältig, nicht ohne Sorgfalt. Warum ist das so? Weil der Klargewordene Achtung und Ehrfurcht vor der Lehre hat.“
10. Das Kapitel mit Kakudha
Mit Kakudha So habe ich es gehört: Einmal hielt sich der Buddha bei Kosambī auf, in Ghositas Kloster. Nun war zu dieser Zeit ein Koliyer mit Namen Kakudha, der Unterstützer des Ehrwürdigen Mahāmoggallāna, kürzlich verstorben und war in einer gewissen Schar geistgeschaffener Götter wiedergeboren worden. Er hatte eine Verkörperung erlangt, die zwei- oder dreimal so groß war wie ein Dorf in Magadha mitsamt seinen Feldern. Doch diese Verkörperung war weder für ihn selbst noch für andere hinderlich. Da ging der Ortsgott Kakudha zum Ehrwürdigen Mahāmoggallāna, verbeugte sich, stellte sich zur Seite hin und sagte zu ihm: „Herr, dieser verfestigte Wunsch kam in Devadatta auf: ‚Ich werde den Saṅgha der Mönche und Nonnen leiten.‘ Und als dieser Gedanke aufkam, verlor Devadatta jene übersinnliche Kraft.“ Das sagte der Ortsgott Kakudha. Dann verbeugte er sich, umrundete Mahāmoggallāna respektvoll, die rechte Seite ihm zugewandt, und verschwand eben dort.