Was denkt ihr, Mönche und Nonnen? Ist Form beständig oder unbeständig?“ „Unbeständig, Herr.“ „Aber wenn sie unbeständig ist, ist sie Leiden oder Glück?“ „Leiden, Herr.“ „Aber wenn sie unbeständig und Leiden ist und zugrunde gehen muss, kann man sie dann so ansehen: ‚Das ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst‘?“ „Nein, Herr.“ „Was denkt ihr, Mönche und Nonnen? Ist Gefühl … Ist Wahrnehmung … Sind Willensbildungsprozesse … Ist Bewusstsein beständig oder unbeständig?“ „Unbeständig, Herr.“ „Aber wenn es unbeständig ist, ist es Leiden oder Glück?“ „Leiden, Herr.“ „Aber wenn es unbeständig und Leiden ist und zugrunde gehen muss, kann man es dann so ansehen: ‚Das ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst‘?“ „Nein, Herr.“ „Daher solltet ihr jegliche Art von Form – vergangen, zukünftig oder gegenwärtig, innen oder außen, grob oder subtil, gering oder hochstehend, fern oder nah: jegliche Form – wahrhaftig mit rechter Weisheit sehen: ‚Das ist nicht mein, das bin nicht ich, das ist nicht mein Selbst.‘ Ihr solltet jegliche Art von Gefühl … jegliche Art von Wahrnehmung … jegliche Art von Willensbildungsprozessen … jegliche Art von Bewusstsein – vergangen, zukünftig oder gegenwärtig, innen oder außen, grob oder subtil, gering oder hochstehend, fern oder nah: jegliches Bewusstsein – wahrhaftig mit rechter Weisheit sehen: ‚Das ist nicht mein, das bin nicht ich, das ist nicht mein Selbst.‘ Wenn er das sieht, wird ein gebildeter edler Schüler ernüchtert von Form, Gefühl, Wahrnehmung, Willensbildungsprozessen und Bewusstsein. Wenn er ernüchtert ist, schwindet die Leidenschaft. Wenn die Leidenschaft schwindet, ist er befreit. Wenn er befreit ist, weiß er, dass er befreit ist. Er versteht: ‚Wiedergeburt ist beendet; das geistliche Leben ist erfüllt; was zu tun war, ist getan; es gibt nichts weiter für diesen Ort.‘“ Das sagte der Buddha. Zufrieden begrüßten die Mönche und Nonnen die Worte des Buddha. Und während diese Lehrrede gesprochen wurde, wurde der Geist von sechzig Mönchen und Nonnen durch Nicht-Ergreifen von den Befleckungen befreit. Die kürzere Lehrrede über die Vollmondnacht