Wie ein heranreifendes Reisfeld: Sobald es von der Krankheit genannt ‚Weißknochen-Krankheit‘ befallen wird, besteht es nicht lange. Ebenso besteht das geistliche Leben in einer Lehre und Schulung, in der Damen das Fortziehen gewährt wird, nicht lange. Wie ein heranreifendes Feld mit Zuckerrohr: Sobald es von der Krankheit genannt ‚Rotfäule‘ befallen wird, besteht es nicht lange. Ebenso besteht das geistliche Leben in einer Lehre und Schulung, in der Damen das Fortziehen gewährt wird, nicht lange. Wie wenn ein Mann als Vorsichtsmaßnahme einen Deich um einen großen See herum baut, damit das Wasser nicht überfließt, ebenso habe ich als Vorsichtsmaßnahme die acht zu achtenden Grundsätze verordnet, die zeitlebens nicht übertreten werden sollen.“
6. Das Kapitel mit Gotamī
Ein Unterweiser für Nonnen Einmal hielt sich der Buddha bei Vesālī am Großen Wald auf, in der Halle mit dem Giebeldach. Da ging der Ehrwürdige Ānanda zum Buddha, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und sagte zu ihm: „Herr, wie viele Eigenschaften sollte ein Mönch besitzen, damit er als Unterweiser für Nonnen erachtet werden kann?“ „Ānanda, ein Mönch, der acht Eigenschaften besitzt, kann als Unterweiser für Nonnen erachtet werden. Welche acht? Zunächst ist da ein Mönch tugendhaft, gezügelt in der Ordenssatzung, verhält sich angemessen und sucht an angemessenen Orten um Almosen nach. Er sieht die Gefahr im kleinsten Fehler und hält die Schulungsregeln ein, die er aufgenommen hat. Er ist sehr gelehrt, erinnert und behält, was er gehört hat: diese Lehren, die am Anfang gut, in der Mitte gut und am Ende gut sind, bedeutsam und gut ausgedrückt; die ein geistliches Leben beschreiben, das ganz vollständig und rein ist. Er ist sehr gelehrt in diesen Lehren, erinnert sie, festigt sie, indem er sie aufsagt, prüft sie mit dem Geist und durchdringt sie gedanklich.