Nummerierte Lehrreden: Siebener-, Achter- und Neunerbuch
German Translation · Volume 23 · Page 435
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Angenommen, eine kluge, fähige und taugliche Bergkuh würde ihren gesunden Menschenverstand gebrauchen, wenn sie durch schroffe Berglandschaften streift. Ihr käme der Gedanke: ‚Warum gehe ich nicht irgendwohin, wo ich noch nie war? Ich könnte Gras fressen und Wasser trinken, das ich noch nie gekostet habe.‘ Sie würde einen Schritt mit einem Vorderhuf machen, und wenn sie ihn richtig aufgesetzt hätte, würde sie einen Hinterhuf heben. Sie würde irgendwo hingehen, wo sie noch nie war, und würde Gras fressen und Wasser trinken, das sie noch nie gekostet hat. Und sie würde sicher zu ihrem Ausgangspunkt zurückkehren. Warum ist das so? Weil diese Bergkuh klug, fähig und tauglich ist und ihren gesunden Menschenverstand gebraucht, wenn sie durch schroffe Berglandschaften streift. Ebenso ist es, wenn ein kluger, fähiger und tauglicher Mönch seinen gesunden Menschenverstand gebraucht, wenn er, ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, in die erste Vertiefung eintritt und darin verweilt; da gibt es aus Abgeschiedenheit geborene Ekstase und Seligkeit, während man den Geist ausrichtet und hält. Er pflegt, entwickelt und mehrt diese Basis; er stellt sicher, dass sie gut gefestigt ist. Er denkt: ‚Warum trete ich nicht, wenn das Ausrichten und Halten des Geistes sich beruhigt, in die zweite Vertiefung ein und verweile darin; da gibt es aus Versenkung geborene Ekstase und Seligkeit, mit innerer Klarheit und geeintem Geist, ohne Ausrichten und Halten?‘ Ohne Eile für die zweite Vertiefung tritt er, wenn das Ausrichten und Halten des Geistes sich beruhigt, in die zweite Vertiefung ein und verweilt darin. Er pflegt, entwickelt und mehrt diese Basis; er stellt sicher, dass sie gut gefestigt ist.

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