Der Tor hält Böses für süß, solange es nicht gereift ist. Aber sobald das Böse reift, stürzt er in Leiden. Ein Tor kann Monat um Monat nur Speise von der Spitze eines Grashalms essen; doch er wiegt nie auch nur den sechzehnten Teil von einem, der die Lehre eingeschätzt hat. Denn eine schlechte Tat, die getan wurde, flockt nicht gleich aus wie Milch. Schwelend folgt sie dem Toren wie ein Feuer, über das Asche gestreut wurde. Was ein Tor auch an Ruhm gewinnt, das wird ihm nur Unheil bringen. Was er an Glück hat, wird davon zerstört; es lässt seinen Kopf in Stücke springen. Er würde die Wertschätzung suchen, die ihm fehlt, und Vorrang unter den Mönchen; Herrschaft über Klöster und Ehre bei anderen Familien. „Dass doch Laien und auch Hauslose denken, es sei von mir allein gemacht. Bei allem, was zu tun ist, sollen sie allein in meinen Bann geraten.“ So denkt der Tor, und Gier und Stolz wachsen bloß an. Denn die Mittel, um Gewinn zu erzielen, und der Pfad zum Erlöschen sind zwei ganz verschiedene Dinge. Ein Mönch, Schüler des Buddha, der versteht, was das wirklich bedeutet, würde Ehre nie genießen, sondern lieber Abgeschiedenheit pflegen.
6. Das Kapitel über den klugen Menschen