Und was ist Reichtum an Gelehrsamkeit? Da ist ein edler Schüler sehr gelehrt, erinnert und behält, was er gehört hat: diese Lehren, die am Anfang gut, in der Mitte gut und am Ende gut sind, bedeutsam und gut ausgedrückt; die ein geistliches Leben beschreiben, das ganz vollständig und rein ist. Er ist sehr gelehrt in diesen Lehren, erinnert sie, übt sie ein, prüft sie mit dem Geist und durchdringt sie gedanklich. Das nennt man Reichtum an Gelehrsamkeit. Und was ist Reichtum an Großzügigkeit? Da lebt ein edler Schüler im Haus, hat den Fleck des Geizes entfernt, gibt großzügig her, hat eine offene Hand, freut sich am Loslassen, ist der Wohltätigkeit verpflichtet und liebt es, zu geben und zu teilen. Das nennt man Reichtum an Großzügigkeit. Und was ist Reichtum an Weisheit? Da ist ein edler Schüler weise. Er besitzt die Weisheit des Entstehens und Vergehens, die edel und durchdringend ist und zur völligen Auflösung des Leidens führt. Das nennt man Reichtum an Weisheit. Das sind die sieben Reichtümer. Vertrauen und Tugend sind Reichtümer, auch Gewissen und Besonnenheit, Gelehrsamkeit und Großzügigkeit, und Weisheit ist der siebte Reichtum. Wenn eine Frau oder ein Mann diese Reichtümer besitzt, gelten sie als wohlhabend, und ihr Leben ist nicht umsonst. Daher soll ein verständiger Mensch sich dem Vertrauen, der Tugend, der Zuversicht und dem Sehen der Wahrheit weihen und sich an die Anleitung der Buddhas erinnern.“
1. Das Kapitel über Reichtum
Mit Ugga Da ging der königliche Oberminister Ugga zum Buddha, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und sagte zu ihm: „Es ist unglaublich, Herr, es ist erstaunlich! Migāra von Rohaṇa ist so reich, wohlhabend und vermögend.“ „Aber Ugga, wie reich ist er?“ „Er hat hunderttausend Goldmünzen, von den Silbermünzen ganz zu schweigen!“