Da wandte sich Sakka der Götterfürst an seinen Wagenlenker Mātali: ‚Komm, lieber Mātali, spanne den Wagen mit seinem Gespann von tausend Vollblütern an und bringe den König Nimi sofort zurück nach Mithilā.‘ ‚Ja, Gebieter‘, antwortete Mātali, spannte den Wagen an und brachte Nimi zurück nach Mithilā. Dort behandelte der König Brahmanen und Hausbesitzer sowie die Menschen aus Stadt und Land gerecht, und er hielt am vierzehnten, fünfzehnten und achten Tag der Monatshälfte den Besinnungstag ein. Nachdem dann viele Jahre, viele hundert Jahre, viele tausend Jahre vergangen waren, wandte sich König Nimi an seinen Barbier: ‚Mein lieber Barbier, wenn du auf meinem Kopf graue Haare wachsen siehst, sage es mir bitte.‘ ‚Ja, Majestät‘, antwortete der Barbier. Nachdem dann viele Jahre, viele hundert Jahre, viele tausend Jahre vergangen waren, sah der Barbier auf dem Kopf des Königs graue Haare wachsen. Er sagte zum König: ‚Die Götterboten sind dir erschienen. Auf deinem Kopf sieht man graue Haare wachsen.‘ ‚Nun, mein lieber Barbier, ziehe sie vorsichtig mit einer Pinzette heraus und lege sie mir auf die zusammengelegten Hände.‘ ‚Ja, Majestät‘, antwortete der Barbier und tat wie geheißen. Der König gab dem Barbier ein Beute-Dorf, ließ den Kronprinzen rufen und sagte: ‚Lieber Prinz, die Götterboten sind mir erschienen. Auf meinem Kopf sieht man graue Haare wachsen. Ich habe menschliche Freuden genossen. Nun ist es an der Zeit, dass ich mich um himmlische Freuden bemühe. Komm, lieber Prinz, herrsche über das Reich! Ich werde mir Haar und Bart rasieren, ockerfarbene Roben anlegen und aus dem Haus fortziehen ins hauslose Leben. Denn, lieber Prinz, auch du wirst eines Tages graue Haare auf deinem Kopf wachsen sehen. Wenn das geschieht, sollst du, nachdem du dem Barbier ein Beute-Dorf gegeben und den Kronprinzen sorgfältig ins Königtum eingewiesen hast, dir Haar und Bart rasieren, ockerfarbene Roben anlegen und aus dem Haus fortziehen ins hauslose Leben. Führe diesen guten Brauch fort, den ich begründet habe. Sei nicht mein letzter Mann. Wenn ein Paar von Männern lebt, so ist derjenige, der so einen guten Brauch abbricht, ihr letzter Mann. Daher sage ich zu dir: „Führe diesen guten Brauch fort, den ich begründet habe. Sei nicht mein letzter Mann.“‘