Mittlere Lehrreden: Die mittleren Fünfzig
ฉบับแปลเยอรมัน · Volume 13 · Page 482
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Da fuhr König Pasenadi mit etwa fünfhundert Pferden mitten am Tag aus Sāvatthī hinaus und ging zum Kloster. Er fuhr mit der Kutsche, soweit es das Gelände erlaubte, stieg dann ab und begab sich zu Fuß zum Buddha. Er verbeugte sich und setzte sich zur Seite hin, und der Buddha sagte zu ihm: „Was ist los, großer König? Ist König Seniya Bimbisāra von Magadha zornig auf dich, oder sind es die Licchaver von Vesālī oder ein anderer feindlicher Herrscher?“ „Nein, Herr. In meinem Reich ist ein Räuber mit Namen Aṅgulimāla. Er ist unbarmherzig, mit Blut an den Händen, ein abgebrühter Mörder, mitleidlos gegenüber den Lebewesen. Er hat Dörfer, Marktflecken und Länder verwüstet. Er bringt fortwährend Menschen um und trägt ihre Finger als Halskette. Ich werde ihm Einhalt gebieten.“ „Aber großer König, wenn du sehen würdest, dass dieser Aṅgulimāla sich Haar und Bart rasiert hätte, dass er ockerfarbene Roben angelegt hätte und aus dem Haus fortgezogen wäre ins hauslose Leben; dass er das Töten lebender Geschöpfe, das Stehlen und das Lügen unterlassen würde; dass er nur zu einer Tageszeit essen würde und keusch, tugendhaft und von gutem Charakter wäre – was würdest du mit ihm tun?“ „Ich würde mich vor ihm verbeugen, in seiner Gegenwart aufstehen und ihm einen Sitz anbieten. Ich würde ihn einladen, Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung anzunehmen. Und ich würde ihm gesetzlichen Schutz und Sicherheit zukommen lassen. Aber Herr, wie kann so ein tugendloser böser Mann je solche Tugend und Zügelung besitzen?“

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